Biedermann & die Brandstifter

Schauspielhaus Zürich - Biedermann

Gestern war ich mit Sonja „Biedermann und die Brandstifter“ im Schauspielhaus Zürich gucken. Diese Inszenierung mit den Masken von Suse Wächter hat mir ausserordentlich gut gefallen.
Im Stück sagt Willi Eisenring, der Brandstifter: „Scherz ist die drittbeste Tarnung. Die zweitbeste: Sentimentalität. Aber die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.“

Höre auf www.last.fm Musik – ein cooles Musiktool, dass ihr mal ausprobieren müsst. Ansonsten ist nicht viel los. Timos Psycho-Katzen brauchen dringend Futter und drum verabschiede ich mich in den Samstag und wünsch euch Glück!
Hasenherz

PS: Alex B. hat heute Geburtstag. Happy Birthday!

4 Gedanken zu “Biedermann & die Brandstifter

  1. „Wenn ich einen Blogg hätte würde ich da was reinschreiben.“

    Web zwonull war mir bis dato unbekannt – bis sich vorhige Woche aus purem Zufall die Gelegenheit begab, eine enthusiastische Einführung von Hasenherz zu erhalten. Danke dafür!

    Jetzt, wohl eine Episode zu spät, aber durchaus ergreife ich das geschriebene Wort und leihe mir ein virtuelles Blatt von Hasenherz. Anundfürsich nichts Neues: Schon in der Schule war ich bekannt dafür, nie mein Schreibuntensil bei mir zu tragen. Und ich muss sagen, dass die Tatsache mich schnorrender Weise durch diverse Schuljahre verfügt zu haben mir viele gute Freunde eingetragen hat.

    Bereits in der letzten hasenherzigen Episode wurde ich ja als frauenverstehendes (oder mindestens ein dies vorgebendes) Faktotum eingeführt. Daher erübrigen sich weitere Ausführungen zur Person und ich bin um eine weitere soziale Rolle reicher.

    Reicher bin ich auch um zwei Bücher von Hasenherz! Danke für die Grundlage zur Bildung meines neuen Couchtisches der mir natürlich auch ein gewisses geistiges Fundament liefern wird. Ich empfinde beide Werke als fulminanten Auftakt! Leider konnte ich heute aufgrund eines akuten Schwächeanfalls noch nicht in meinen Briefkasten schauen, verspreche aber dies zu tun, sobald meine endzündliche Physis sich an das grelle Tageslicht gewöhnt hat. In einigen Monaten schon wird das ertse Tischbein fertig sein.

    Apropos Briefkasten: Als ich, von meinem dornenreichen Broterwerb heimkehrend, gestern den heimischen Briefkasten leerte, fiel mir ein Brief aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in die Hände. Nachdem ich in dieser Region der Welt keine Bekannten besitze, vermutete ich naheliegenderweise zunächst, dass es sich um ein informellen Schreiben eines Geheimdienstes handeln musste.

    Die neugierige Erfühlung des Inhalts der Couverts offenbarte allerdings, dass es sich um eine doppelt verpackte (Safer-Post) Postkarte handelte. Ich musste einen Anschlag eines meiner sogenannten Freunde erwarten: Es kommt vor, dass ich (aus mir unerfindlichen Gründen selbstverständlich) solche Karten mit entblösster Weiblichkeit erhalte. Solche die es auf dem ganzen Globus in jeden drittklassigen Kiosk zu kaufen gibt (Postkarten, nicht Weiblichkeit!).

    Prekär wird eine solche Sendung nur dann, wenn man mit dem Gesetz in Konflikt kommt. Ich vermutete also einen korrektiven Eingriff der Sharia Polizei, die solche unsäglichen Obszönitäten der Werte und Guten Sitten wegen wohl in eine schützende weitere Hülle verpackt haben musste. Weit gefehlt!

    Als ich das Couvert in der mit eigenen zerstörerischen Art öffnete um zum Inhalt vorzudringen, fand ich zwar eine Postkarte. Allerdings von einem befreundeten und frisch vermählten nippo-helvetischen Pärchen. Das Sujet: Seen und Bergen. Gesendet aus Neuseeland. Seltsam.

    Mit freundlichen Grüssen in den Äther
    Torsten

  2. Den Pessoa sollte der Torsten aber auch wirklich lesen, nicht nur in den Couchtisch reindingseln. Sonst seh ich schwarz für die Frauen..

  3. Zumindest sollte der Torsti-Borsti einige Passagen auswendig lernen und die Damenwelt zitierend rezitierend entzücken. Dann sollte er den Pessoa zufällig und unverkrampft im Couchtisch rumdingseln lassen – das macht bestimmt Eindruck!

  4. Was ich auch noch sagen wollte und jetzt habe ich Zeit dafür: Vielen Dank, lieber Torsten, für Deinen Kommentar! Gerne leihe ich Dir bald wieder ein weisses Blatt auf dass Du schreiben und malen kannst was immer Du willst und wie immer es Dir beliebt.

    Das mit der Postkarte aus Neuseeland ist ja wirklich eine seltsame Geschichte! Bestimmt wurde die Karte versehentlich nach Saudiarabien geschickt, weil sie an einem Brief für einen Geschäftsherrn in Riad klebte. Die Karte landete also zusammen mit dem Brief – übrigens ein Liebesbrief seiner Neuseeländischen Jugendfreundin, von der er zwanzig Jahre nichts mehr gehört hat – im Briefkasten in Riad. Der Geschäftsherr hat den Brief und die Karte mit in seine Wohnung genommen. Zuerst den Brief gelesen. Gerührt und verwirrt hat er sich die Tränen weggewischt und die Karte zur Hand genommen. Da erst bemerkte er, dass die Karte nicht für ihn bestimmt ist. Normalerweise wäre er zu faul gewesen die Karte auf die Post zu bringen und weiterzuschicken. Da das Schicksal ihm aber den Brief seiner Jugendfreundin – die er im übrigen immer noch liebte – überreichte, dachte er sich, dass diese Karte bestimmt für den Adressaten eine ähnliche Wichtigkeit hat und wenn man im Dienste des Schicksals steht, man unbedingt pflichtbewusst sein muss, man weiss nie… So hat die Karte also doch noch den Weg zu Dir gefunden, lieber Torsten.

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