Ausbreitung von Einsamkeit

Müder Montag. Es regnet. Glücklich macht: Wurmbrand hat Geburtstag und wir feiern das mit Wurst und Bier im Regen stehend. Xanten sagt: „Das alles war gut und bewegt und manchmal melodramatisch trist. Und manchmal habe ich auch der Einsamkeit bei ihrer Ausbreitung zugesehen.“

Lese gerade „Die Hügel“ von Yvette Z’Graggen.
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Erster Satz: „Es ist kaum richtig hell, als ich im Hotelzimmer erwache neben dir, der du noch schläfst.“ Ein Buch für Vanalia und mich, denn es geht um den eigenen unsteten, nervösen, unzuverlässigen Geist.

Letzte Woche war ich in Münster und habe ins eiskalte Gesicht der Schönheit geblickt. Meine Grossmutter ist gestern 89 Jahre alt geworden und wir haben das mit Erdbeeren und Rotwein gefeiert. Und zum Schluss: Ich geh jetzt Zigaretten holen.

Schönen Montag!
Hase

3 Gedanken zu “Ausbreitung von Einsamkeit

  1. Heute könnte ich vor Trauer sterben. Dieses Wetter, diese Welt, diese Menschen. Manchmal frage ich mich, woher nur dieser ganze Zorn kommt.
    Die Rastlosigkeit ist ja schon Strafe genug, aber dieser bodenlose Hass ist beängstigend. Aber sagte nicht einst Dostojevskijs lächerlicher Mensch: „Ich verlange nach Schmerzen, um lieben zu können.“?
    Ach Hasenherz, dabei war es gestern so schön und gesellig. Ich war aber etwas fies zum Toaster.
    (Pause.)

    Habe jetzt gerade von deinem Nudelsalat gegessen und denke über den Sinn des Lebens nach. Solche Gedanken sind ganz schön aus der Mode gekommen in unserem Alter. Ich merke gerade auch wieso.

    Lese zur Zeit „Ohio“ von Ruth Schweikert – die Anziehungskraft, die dieses Buch auf mich ausübt, hat beinahe etwas Beängstigendes. Passt wie angegossen zur Stimmung, wie ein Sumpf, in dem ich langsam versinke.
    Erzähl mir noch mehr vom eigenen unsteten Geist, liebes Hasenherz. Wird er durch solche Bücher eigentlich eher sediert oder aufgeputscht?

    Ich vergrab mich jetzt in meinem Bett und hoffe, dass ein gewaltiger Sturm aufkommt.

    Bis bald, mein qualmender und trostvoller Hase.

  2. „restless soul, enjoy your youth. […] all that’s sacred comes from youth. / dedication, naive and true.“

    (pearl jam : vitalogy : not for you)

  3. vanalia: glaube, dass die bücher weder sedieren noch aufputschen. eher: dokumentieren. als würden sie uns sagen wollen, dass das alles seine berechtigung hat und dann vielleicht noch (schreiend): „sei kein schlappschwanz und nimm dich nicht so wichtig, du doofe nuss, du!“ oder so.
    k_k: ach! ach!

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