… nur der Versuchung nicht

Es gibt ein so schönes Oscar Wilde Zitat, das so wunderbar zum heutigen Tag zu passen scheint: „Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht.“

Gestern sind Vanalia und ich bis nachts um zwölf in einer Hotelbar versumpft, in der gruselige Pianomusik gespielt wurde und vier Stühle weiter an der Bar ein graumelierter Herr ein leichtes Mädchen abschleppte. Vanalia ist anfangs fast vom Barhocker gefallen, konnte sich aber gerade noch auffangen. Ich hab dem Bar-Mann Angst eingejagt und wir wurden überraschender Weise nicht zu einem Drink eingeladen.

Nachdem Vanalia in meinem Bett ausgesprochen gut geschlafen hat (ihre Worte!), erzählte sie mir, dass die Radiomoderatorin heute morgen „Nehmt euren Goldfisch an die Leine, es wird ein wunderbarer Tag!“ gesagt hat. Sind schon ein seltsames Völkchen, diese Radiomoderatoren. Obwohl Vanalia nicht weniger Energie hat nach sechs Stunden Schlaf. Es kommt mir manchmal vor, als sei sie als Kind in einen Topf Zaubertrank gefallen. Beneidenswert!

Grüsse,
Hasenherz

Ein Gedanke zu “… nur der Versuchung nicht

  1. Ja, kein Wunder wurden wir nicht zu einem Drink eingeladen, bei meiner äusserst eleganten Showeinlage. Diese Stühle waren aber auch schlüpfrige Scheisserchen..
    Hasenherz, ich habe wundervoll in deiner Satinbettwäsche geschlafen, war gestern ausgeruht und fröhlich. Aber heute könnt ich echt dauerkörbeln. Wie der Fette aus „Meaning of Life“. Dieses Scheisswetter. Dieser Scheisshimmel, der pausenlos auf meinen Kopf pisst, diese sperrigen Scheissschirme, die überall vergessen gehen. Wo, verdammtnocheins, ist denn dieser Kacksommer, dieser vermaledeite? Muss ich denn erst vor Kummer sterben, bis sich diese bösartigen Schleusen endlich schliessen? Bei diesem endlosen Grau gelüstet es mich nach Fäkalsprache und Schnaps.. Vielleicht hätte ich als Kind gleich im Zaubertrank ertrinken sollen.

    So, nun zu etwas ganz anderem: Zu was denn? Mir fällt nichts Kultiviertes ein.

    Habe gestern lange geschrieben, dazu Mark Lanegan gehört. Die Einsamkeit genossen und zelebriert. Ein Lamm geschlachtet für mein Ego. Blutbesudelt um den Altar meiner Melancholie getanzt. Ich müsste eigentlich ein Sektenguru werden. Dann würden mich meine Anhänger anhimmeln und ich würde sie knechten und sie würden mich lieben.

    Aber jetzt langweile ich mich ab mir selbst..

    Tschüssi, mein liebes Hasenherz. Lass die Ohren nicht hängen.
    Bald ist Wochenende, das Leben wird dann etwas leichter fallen.

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