Am Nordpol

Nouvelle Vague

Übers Wochenende bin ich nach Romanshorn geflohen. Die Streetparade hat also ohne mich stattgefunden und darüber war ich sehr glücklich und froh. In Romanshorn war es ruhig und sonnig und der Bodensee war angenehm erfrischend und wir haben die Seele mal so richtig baumeln lassen (schöner Ausdruck, nicht wahr?).

Gestern hatte Christina Geburtstag und morgen Xanten, der übrigens gerade unterwegs zum Nordpol ist, um Namen in den Wind zu flüstern.

Chérie – eine liebe Freundin – hat mir gestern eröffnet, dass sie ein Kind erwartet. Mann, hab ich mich gefreut! DAS sind mal schöne Nachrichten!

Herzlichst,
Hasenherz

2 Gedanken zu “Am Nordpol

  1. Tipp: Das Hühn’r-Lied von Adolf Wölfli („Bi-Bi-Bi-Bi, Bii-ih flii-ih; Bi-Bi-Bi-Bi,-…“). Der war: „Vollwaise, Verdingkind, Handlanger, Häftling und schliesslich Insasse einer psychiatrischen Heilanstalt“ (aus dem Essay: „Übersetzung und Emanzipation“ von Daniel Baumann). Chickenshit hat mir zu dieser äusserst interessanten Lektüre verholfen. Darin geht es um die Wölfli-Rezeption, die sich der wissenschaftlichen Annäherung entzieht, falls man sie mit „eingespielten Denkfiguren“ vorzunehmen versucht. Denn der Schriftsteller Wölfli hat Dada-Elemente in seinem Werk aufzuweisen, obwohl seine Biografie ihm gerade diesen Einfluss absprechen wollen würde (weil er ja die ganze Zeit im Knast war und in der Klapse). Nur in der Bereitschaft, „widersprüchliche Ansätze“ koexistieren zu lassen, liegt die Möglichkeit einer Analyse: „weil Unterschiede Vergleiche ermöglichen und damit Erkenntnis und Emanzipation“.

    Mir scheint, als wäre ich wieder etwas klüger geworden.

    Gestern waren Patzi und Cypi und Hansi bei uns und wir haben Lammspiesse gegessen und Patzi hat alle analysiert (so in einigen Strichen wie ein Karrikaturenmaler) und ich wollte wieder mal nur über mich reden.

    Heute Mittag hat mir Suzana gesagt, dass die heutigen Männer alle Schwuchteln sind, da sie mit der Emanzipation der Frau nicht umgehen können und einen allgemeinen Identitätsverlust erlebt haben. Sie meint auch, dass die heutige männliche Jugend (also genau mein Jahrgang) asexuell ist und verweichlicht. Nun. Ich hab nur gelacht. Manchmal bin ich schrecklich beeinflussbar, wenn ich verkatert bin.

    Tüdelidüü, Hasenherz.
    Bald haun wa ab.

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