Frei von meinen nervösen Händen

Ok. Das war jetzt eine anstrengende letzte Woche. Zuerst waren die buch.de-Luxuskörper (*hüstel*) hier in der Schweiz und das war – wie soll ich sagen – als ob man sich in ein Märchen von Hauff begeben hätte – träumerisch, grausam, machtvoll und elektrisierend. Am Dienstag Abend dann verschlug es mich nach Köln und dort regnete es wie aus Kübeln und es war windig und kalt und da stand ich unter dem Kölner Dom und sah an der Fassade hoch und der Regen fiel bedrohlich auf mich hinunter und der Dom wuchs in den Himmel als ob es kein Morgen gäbe. Da habe ich mich einen kurzen Augenblick frei gefühlt, frei von mir und frei von meinen nervösen Händen.

Fantasmus und ich haben ein kleines, nettes Spiel, das ich euch natürlich nich vorenthalten möchte: Wir stellen uns (oder besser: er mir) eine Aufgabe und ich hab dazu Bilder zu finden, die man theoretisch fotografieren könnte. Seine erste Aufgabe war „Nebel“. Mein Bild waren halb geschlossene Augen und Wimpern, die im Kerzenlicht seltsam durchsichtig und schimmernd erscheinen. Die nächste Aufgabe habe ich mir selbst gestellt: „Nähe“. Da denke ich noch nach. Wie würdet Ihr Nähe fotografieren?

Hier ein Foto von Fantasmus (und jetzt wisst Ihr auch warum er mir Aufgaben stellt und nicht umgekehrt).

Wahnsinns Bild

Schön, nicht wahr? Mich hat das Foto sprachlos gemacht – wahnsinn.

Herzlich,
Hasenherz

4 Gedanken zu “Frei von meinen nervösen Händen

  1. Wunderschönes Bild. Schwierige Aufgabe, Nähe fotografieren? Habe diverse Bilder im Kopf, doch keines scheint mir bis jetzt am passendsten, muss noch nachdenken..

    Ganz nah beieinander
    Ohne sich zu berühren
    Nah und immer näher
    Berührung ohne Berühren
    Worte, nur für diesen Menschen bestimmt
    Worte, mit keinem anderen Menschen geteilt
    Nah noch näher
    Und immer näher
    Worte, Gedanken, Sprache der Seele
    Kurze Berührung
    Keine Berührung ohne Berühren
    Nicht nur die Seele berührt
    Doch vor allem die Seele
    Ein Feuer entflammt
    Den Körper in Brand gesetzt
    Großfeuer
    Oder doch nur Stichflamme?…
    Ein unscheinbares Lagerfeuer
    Erwärmt die kalten Hände
    Das Innere, das sich nach Wärme sehnt
    Das Lagerfeuer langsam ausgeht
    Die Glut nicht mehr ganz so rot
    Dunkel und ausgebrannt am Boden liegt
    Doch nunmehr warm
    Und nicht mehr kalt
    Die Wärme gespeichert
    Die Seele berührt
    Keine Berührung mit Berühren
    Berührung ohne Berühren
    Und doch die Seele berührt
    Einfach nur nah, so nah wie nie zuvor…

  2. gone under two times. i’ve been struck dumb by a voice that speaks from deep beneath the cold black water. it’s twice as clear as heaven, and twice as loud as reason. it’s deep and rich like silt on a riverbed and just as undisturbing. the current’s mouth below me opens up around me. suggests and beckons all while swallowing. it surrounds and drowns and sweeps me away. but i’m so comfortable… too comfortable.

    shut up you’re saturating me. so how could i let this bring me back to my knees again again again under for the third time.

    i’ve been baptized by your voice. […]

    (tool : undertow : undertow)

  3. Nähe, ach, Nähe kann so viel bedeuten, und doch so fern sein. so unnahbar fern.
    Manchmal ist nähe ganz weit weg und oft ist nähe viel zu nah. Aber was bin ich ohne nähe, nichts… Mit ihr bin ich alles, alles was ich sein will.

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