Das ist er also, mein Geburtstag

Das ist er also, mein Geburtstag. Durchsetzt mit Schmerz. Durchsetzt mit Glück. Manchmal frage ich mich wohin dieser Weg führt. Ich stehe am Fluchtpunkt meines Lebens und habe wirklich keine Ahnung wohin ich gehe, wohin ich gehen soll, gehen will. Alles offen. Alles frei. Wem soll ich folgen? Wann wird der Wind drehen?
Die Arme ausgebreitet, den Blick auf den Horizont geheftet, unter mir die tosenden Wellen die das Meer wütend gegen die stoischen Steine wirft, die Füsse nackt, am Rand der Klippe. Der Wind im Gesicht, die Haare nach hinten geweht. Salz auf den Lippen, den Mund halb geöffnet. Atem, der regelmässig geht. Die Welt zieht heute an mir vorbei, ich bin ruhend, still, völlig bewegunslos und möchte sagen: Lasst mich einen kurzen Augenblick so zurück. Nur kurz, bis sich das Herz schwer und metallisch wieder in Bewegung setzt. Hustend, atmend.
Das ist er also, mein Geburtstag. Alles offen, alles frei. Ich male mit geschwungenen Pinseln meine Augen an, meine unsteten Augen, ich male schwarze Linien ins Nichts. Völlig sinnbefreit. Mein Mund lächelt mir zu. Ich lächle zurück. Freundlich. „Wenn ich winken soll, werde ich winken.“

Herzlich,
Hasenherz

7 Gedanken zu “Das ist er also, mein Geburtstag

  1. Wenn ich dich zum letzten Mal küssen darf, werde ich es nicht einfach nur so tun. Deine Freundschaft ist Wiederkehr, Zuversicht und Halt. Danke.

  2. “ […]
    and i look at my walls and scream let me out
    and if your walls ever should come falling
    i’d understand
    yes i’d understand
    because mine already has
    let me out “

    ( the god machine : scenes from the second storey : out )

  3. Du schreibst schön, meine Kleine.
    Alles Liebe zum Geburtstag.

    Ich lass dich zwar verschnaufen, aber nicht winken und ich geb dir auch nicht sachte einen Kuss auf die Wange zum Abschied. Ich werd dich k.o. schlagen und schultern und mit mir nehmen. Irgendwohin – „Als wärst du ein Stück von mir“.

  4. Deine Sinnlichkeit – immer wieder bestaune ich sie. Stress und Fährnisse des Alltags können ihr nichts anhaben. Bleib so!

  5. Ach Hase, dein Herz ist so gross und weit wie eine Mördergrube. Darin kann man sich auch verirren..

    Fantasmus: Ja, es gibt eine schönere – und zwar, wenn ich sie selbst entscheiden lassen würde. So weit sind wir noch nicht, dass wir absolute Freiheit in der Freundschaft gewähren können. Aber wir arbeiten dran. Also ich und meine zwei alter Egos.. Hase kann das schon ziemlich gut.

    Ich werfe mich mal wieder in den Alltag und versuche dabei, sinnlich zu sein.
    Vielleicht kann ich das ja später im Supermarkt üben.
    So lasziv Tomaten bestellen. Hehe. Haha.
    Hab heut komische Laune und klink mich lieber wieder aus.

    Tüdelü.

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