Was soll man tun, verdammt?

Mann. Ich werde alt. Egal wann ich ins Bett gehe, ich falle um halb zwölf aus dem Bett. Gestern ist es wieder fünf Uhr in der Früh geworden und nach lächerlichen sechseinhalb Stunden bin ich putzmunter. Das müsste mir mal unter der Woche passieren. *grummel* Heute morgen also, als ich putzmunter in meinem Bett lag, hab ich ein Buch zur Hand genommen, das unmotiviert auf meinen tausend Bücherbergen rumlag. Der Klappentext („Bordell der Toten“ von Carlos Eugenio Lopez): „Man kann das Leben nicht mit angezogener Handbremse leben. Das geht einfach nicht. Man muss eine Menge Mumm haben und es einfach anpacken. Was soll man sonst tun? Sagen, dass es einem leidtut? Was soll man tun, verdammt? Etwa sagen, dass es einem leidtut, und losheulen?“ Passend. Es wird also nicht losgeheult, es wird Mumm gehabt. Jawohl.

Heute ist ein sehr schöner Tag, fast ein Frühlingstag und Izzie geht Schiff fahren. Ich gehe nicht Schiff fahren. Ich setz mich mit einem Buch in den Park und geniesse die Sonne. Das solltet ihr auch tun!

Herzlich,
Hasenherz

PS: “ Begehren und zurückweisen, dachte ich in diesem Moment, ist wohl das, was wir am seltensten tun und am häufigsten erfahren.“ („Die Rose von Istanbul“ von Joaquin Arnaiz)

3 Gedanken zu “Was soll man tun, verdammt?

  1. Einmal sollte man seine Siebensachen
    Fortrollen aus diesen glatten Geleisen.
    Man müßte sich aus dem Staube machen
    Und früh am Morgen unbekannt verreisen.

    […]

    M. Kaléko.

  2. Nachdem ich gestern bei Trakl Trost gesucht hatte und wieder einmal feststellen musste, dass es keine dümmere Idee gibt, als bei Trakl Trost suchen zu wollen, hat mir die schwedische Singer-Songwriter-Band „Winter Took His Life“ das Leben gerettet. Da hab ich auch Pins für die Ladies gekauft und bei sanften Liebesliedern meine Sonntagsmelancholie vergessen.
    Und heute rettet mich „Flight of The Conchord’s“ durch einen trostlosen Montag:

    Das macht doch das Leben lebenswert..

  3. Lustig. Über ein Jahr später tue ich genau das:
    ”Begehren und zurückweisen, dachte ich in diesem Moment, ist wohl das, was wir am seltensten tun und am häufigsten erfahren.”
    Ich begehre und weise zurück. Wie töricht! Wie klug!

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