Anfänge

„Es war einmal im Bezirk Zlotogrod ein Eichmeister, der hiess Anselm Eibenschütz.“
Das ist der erste Satz aus dem Buch „Das falsche Gewicht“ von Joseph Roth. Ein wunderbarer Roman.

Anfänge sind etwas Besonderes. Ein Anfang bestimmt, ob es ein Anfang sein wird oder der Anfang auch schon das Ende.

„In der Eisenbahn ging noch alles gut. Es begann in Venedig, mit den Gässchen“ (Anfang von „Reise im Mondlicht“ von Antal Szerb)
„Mein erster und einziger Besuch bei einem Therapeuten kostete mich das rote Korallenarmband und meinen Geliebten.“ (Anfang von „Sommerhaus, später“ von Judith Hermann)
„Alles dreht sich.“ (Anfang von „Am Hang“ von Markus Werner)
„Ein aschfarbener Hund mit einem weissen Mal auf der Stirn brach am ersten Sonntag im Dezember durch die unwegsamen Gänge des Marktes, stiess Tische mit Fritiertem um, brachte Auslagen der Indios und Lotteriestände durcheinander und biss nebenbei vier Personen, die ihm in die Quere kamen.“ (Anfang von „Von der Liebe und anderen Dämonen“ von Gabriel Garcia Marquez)
„Hier endet meine Reise zu den Männern.“ (Anfang von „Kleine Lichter“ von Roger Willemsen)

Der Anfang ist also wichtig. Noch wichtiger ist der Neuanfang. Dazu kommen wir aber morgen.

Herzlich,
Hasenherz

Ein Gedanke zu “Anfänge

  1. Anfänge sind toll, vor allem wenn es Wiederanfänge sind. Zum Beispiel von Blogg-Geschichten, die so schmerzlich vermisst wurden.

    Wann ist nun endlich morgen???

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