Alles hat seine Zeit

Abends um halb Zwölf sitze ich in meinem Zimmer, die Zähne bereits geputzt, ich muss ins Bett. Aber. Aber. Aber. Das Leben ist schön. Heute ist mir ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Ich hab ihn aufschlagen hören auf dem kalten Zementfussboden. Da ist Dankbarkeit und Freude. Ich bin nicht allein. Und die Fassaden gegenüber des Restaurants Savoy im Herzen von Zürich schimmern golden. Heute war ein guter Tag. Weil ich in der Zähigkeit Halt gefunden habe. Weil es manchmal einfach weiter geht. Weil es gut weiter geht. Weil man den Mut haben muss, um Hilfe zu bitten. Weil man – wenn man sich erst verliert – zu sich kommen kann. Weil es den Kampf wert ist. Weil man im verregnete Pflaster Schönheit suchen kann und vielleicht etwas ganz Konträres findet (und damit meine ich nicht Hässlichkeit). Wo ist schon Heimat, wenn nicht in meinen unruhigen Händen?

Nun. Ich bin gerade enthusiastisch. Das war ich schon lange nicht mehr.
An einem 30. März sollte man enthusiastisch sein dürfen. Alles hat seine Zeit.

Nein, ich werde nicht mehr wach, dort im Schnee.
Alles hat seine Zeit.

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