Vanitas vanitatum, et omnia vanitas

„Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

Alles wird matt, alles zerbricht, alles vergeht.

Alles wird matt, alles zerbricht, alles vergeht.

Kurz vor Ostern, an einem Gründonnerstag, die blühenden Wiesen sind mit einem feinen Schneeschleier bedeckt, mach ich mir Gedanken zur Vergänglichkeit. Wenn ich mich in Räumen bewege, die ich sehr gut kenne, wo ich viel erlebt habe, dann stelle ich mir gerne vor, wie es wäre, wenn sich die Zeit wie ein Fächer zusammenklappte und ich mich selbst sehen würde, wie mein früheres Ich sich in diesen Räumen bewegt. Ich sehe mich dann von weitem, wie ich die Strassen entlanggehe – vielleicht mit langen Haaren, vielleicht mit kurzem Rock, weil Sommer war – sehe, wie ich diesen Mann dort an der Ecke küsse, sehe, wie ich leise weinend an die Scheibe gelehnt im Bus vorbeifahre. Ich stelle mir vor, dass ich mich anspräche und zu mir sagte: „Keine Bange. Es geht vorbei.“ Und morgen schon, werde ich mich sehen, wie ich hier sitze und werde zu mir sagen: „Nur keine Aufregung. Es geht vorbei.“ Wenn sich also der Fächer der Zeit zusammenklappen liesse und sich alle Zeiten übereinanderlegen würden, begegnete ich mir an vielen Ecken und ich wäre froh mein heutiges Ich zu sein.

Du siehst, wohin du siehst nur Eitelkeit auf Erden.
Was dieser heute baut, reisst jener morgen ein:
Wo itzund Städte stehn, wird eine Wiese sein
Auf der ein Schäferskind wird spielen mit den Herden
(Andreas Gryphius)

Schöne Ostern wünschen ich und Peter Rabbit!

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