Fussball, Sommer & nichts könnte schöner sein

Es ist Sommer. Ich liebe den Sommer. Ich liebe es Abends in den See zu springen und danach auf der Wiese zu liegen. Ich liebe es, in den Park joggen zu gehen und die Lunge nicht wegen der Kälte sondern wegen des Rauchens zu spüren. Ich liebe den Geruch der Linden, der gerade im Moment süss und kitschig in der Luft liegt. Ich liebe den Sommer.

Vielleicht erinnere ich mich irgendwann im Januar an diesen Sommer und werde zu meiner Freundin, die neben mir an der Tramhaltestelle sitzen wird, fest eingewickelt in einen Wintermantel, leise die Kälte verfluchend, sagen: „Weisst du noch, im letzten Sommer? Da war ich glücklich. Und es war keine aufgeregte Form von Glück (so, wie man glücklich ist, wenn man im Lotto gewinnt oder frisch verliebt ist), nein, es war eine ausgeglichene Form von Glück. Anhaltend, ausdauernd und gutmütig. Hach, wie war das schön im Sommer 2010!“ Meine Freundin – sehnsüchtig nach der Tram Ausschau haltend – wird seufzen und zustimmend nicken.

Mein Lieblingsarbeitskollege hat heute verzweifelt gefragt: „Was werden wir nur tun, wenn die Fussball-WM vorbei, die Tage kürzer? Was werden wir nur im Winter tun?“ Ich hab ihn in die Seite gepufft und ihm verboten über den Winter zu reden. Aber er hat schon Recht. Was – zum Henker – tun wir nur im Winter? Mir graut…

Nun. Ich denke, ich geniess jetzt erst mal den Sommer. Schliesslich ist Gelassenheit eine anmutige Form des Selbstbewusstseins.

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