Sommerabend

Die Sonne brennt. Der Asphalt liegt heiß und leergefegt da. Ein paar Menschen lassen sich die Aare herunter treiben. Wir sehen oben von der Brücke zu, wie ihre Köpfe aus dem Blickfeld verschwinden. Der Verkehr rauscht und du blickst mich kurz von der Seite an mit diesen Augen, die größer und undurchdringlicher wirken als eben die Aare oder der Rhein. Keine Ahnung, woher du kommst oder wohin du gehst und ob du den Radwechsel mit Ungeduld betrachten magst. Keine Ahnung. Ich aber betrachte in diesem Augenblick, der eine Ewigkeit und eine Stunde dauern möge, mein Leben mit Geduld. Oder wie du so schön sagtest: „Ich bin gleichmütig und bescheiden. Und ich verachte Bescheidenheit.“

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