Gekommen um zu bleiben

Ich sitze in einer fremden Wohnung, eine, die genau so ist, wie eine fremde Wohnung sein muss. Hinreichend fremd, seltsam vertraut, angenehm warm – so eine, wo einem das Herz aufgeht. Ich sitze also hier, bin ein Bisschen krank, meine Glieder schmerzen und doch bin ich innerlich ruhig.
Badana sagte letzthin mal, sie würde gern aus sich selbst auswandern. Diese Wohnung fühlt sich an, als wär sie der beste Ort, um zu rasten, für einen aus sich selbst Ausgewanderten. Und in einer Ecke meines Seins ist diese Wohnung auch Heimat für mich. Ankommen, bleiben, wachsen. Ich bin gerade gern, wo ich bin.

Das alles ist so anders. Anders, als alles zuvor. Ich sterbe tausend Tode und fürchte mich fürchterlich. Wenn Glück fassbar wäre, würde ich es jetzt in große Marmeladegläser einmachen, sie in den Keller stellen für schlechte Zeiten.
Es war nicht vorgesehen heimzukehren. Nun aber, da ich schon mal da bin, kann ich auch bleiben. Das nennt man dann wohl eine gelungene Überraschung.
xoxo

2 Gedanken zu “Gekommen um zu bleiben

  1. Ich verfolge deinen Blog schon ein wenig länger an der Zeit, und manchmal sprichst du von meinen schimmernsten Gedankenerbsen, was mir die preislose Gewissheit gibt, nicht immerzu allein Gemüse anbauen, während alle anderen es sich einfach kaufen.
    Ich danke dir dafür sehr.

    • Liebe Myria, das freut mich sehr. Danke für Deinen Kommentar! Ein sehr schönes Bild: Gemüse anbauen, während alle anderen es sich kaufen.
      Herzliche Grüsse und ein schönes Wochenende! Hasenherz

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