Schiffsmädchen

Heute Abend habe ich Kartoffeln geschält. Im Akkord. Jetzt könnte ich mich auf einem Schiff bewerben. Diese Woche ist psychisch und physisch unendlich anstrengend. Ich bin müde. So richtig tief müde. Jetzt, als ich nach Hause fuhr, war mir schlecht und ich versuchte meine Handgelenke am Haltegriff im Tram zu kühlen. Morgen nun also Beerdigung. Morgen nun also Vorpremière. Zwei Dinge – beide gross, beide wichtig. Das eine sehr traurig, das andere so schön. Ich weiss noch nicht, wie ich diesen Tag hinter mich bringen werde. Aber ich bin zuversichtlich, dass beides gut wird. Der Freitag, 13. April 2012 wird aber definitiv in meine Geschichte eingehen.

Heute auch das: Meine Freunde sind grossartig. Dann, wenn man zu fallen droht, wird man aufgefangen. Ich bin dankbar. Die Dankbarkeit überstrahlt jede Müdigkeit. Meine Freunde springen, ohne mit der Wimper zu zucken, ein. Helfen, sind da, organisieren, bringen Ideen, denken mit, geben mir das Gefühl, dass alles viel weniger schlimm ist. Manchmal frage ich mich, wie ich meiner Dankbarkeit jemals angemessen Ausdruck verleihen kann.

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