Raus!

Eigentlich wäre ich ja jetzt in Berlin. Bin ich aber nicht. Voller Überraschungen, das Leben. Und ich nehme es, wie es genommen werden will. (Hihi. Das klingt jetzt ziemlich anzüglich. Na, egal.)

Letzthin wurde ich gefragt, wohin man in Zürich so gehen kann. Das werde ich immer mal wieder gefragt. Und finde die Frage ziemlich schwierig. Weil in dem Moment wo ich gefragt werde, fällt mir partout nix ein. Darum hier meine Zürich-Lieblings-Liste. (Natürlich niemals abschliessend, denn mir fällt auch jetzt nicht alles ein.)

  • Café Bar Plüsch (Da arbeiten meine grossartigen Freundinnen und es ist schon darum einen Besuch wert. Im Plüsch hab ich schon ganze Nächte verbracht. Redend, lachend, mit mir im Reinen.)
  • Berta Bar (Sehr süss. Und der Ida-Platz ist sowieso ein zauberhafter Platz. Und von der Berta Bar kann man direkt ins Calvados und von da direttissima in die Schlaufe. Was mich auf den nächsten Ort bringt:)
  • Meyers (Ins Meyers geht man immer am Schluss. Nach dem schlimmen Date, nach der Party, nach der Bar XY, nach dem „gemütlichen“ Treffen mit den Nachbarn, nach Allem. Im Meyers gibts Toast und Trost. Und ganz nebenbei lernt man nette Bündner kennen.)
  • Nordbrückli (Da arbeiten meine anderen grossartigen Freundinnen. Und der Raucherraum ist sehr gemütlich. Bei schönem Wetter kann man draussen sitzen und auf die Bahngleise schauen. Im Nordbrückli hab ich schon Vorstellungsgespräche geführt, bin von Frauen geküsst worden, hab zu tief ins Glas geschaut.)
  • Kern (Einfach gut. Dann, wenn man keine Lust auf das ganze Züzi-Zeugs hat.)
  • Mars Bar (Die Mars Bar, das alte Luder. Kann einem in den Arsch treten und im nächsten Moment die schönste Liebeserklärung ever machen. Man sollte sich also in Acht nehmen.)
  • Helsinki (Besser nicht am Wochenende gehen. Besser Sonntags oder Donnerstags. Dies gilt wohl aber für alle Orte in Zürich. Ansonten: Im Helsinki fühlt man sich eigentlich immer wohl. Und wenn man sich kurz mal nicht wohl fühlt: Einfach nach draussen gehen, unters Vordach sitzen, eine Zigarette rauchen und das schöne Schiff vom Bogen 33 anstarren. Der Helskinki Klub ist meine zweite Heimat.)
  • Gonzo (Lässt sich so beschreiben: Schattenreiche Zwischenwelt. Aber überraschenderweise eigentlich immer gut.)
  • La Catrina (Klein aber fein. Haben oft Konzerte und meist sympathisches Publikum. Im La Catrina hab ich alte Freunde getroffen, eine Eifersuchtsattacke überstanden, sehr gelacht und gute Gespräche geführt.)
  • Aufm Kies (Vor allem im Sommer. Im Kino Xenix spielen sie immer sehenswerte Filme. Aufm Kies war alles schon da. Von Liebe über Abneigung, bis hin zu grosser Langeweile. Das Kies ist ein Spiegel.)
  • Ziegel (Die Beiz der Roten Fabrik. Am See und sehr gemütlich. Feines und günstiges Essen. Halt so richtig Hippie-mässig.)
  • Les Halles (Da geh ich hin, wenn ich Moules et frites essen möchte. Im Les Halles hab ich schon das Flaschenspiel mit Fremden gespielt, bin auf dem Sofa verhockt, hab wilde Feste gefeiert und draussen dem Regen beim Fallen zugesehen.)
  • El Lokal (Im El Lokal hab ich Hochzeitsfeiern miterlebt, hab Fussball geschaut, bin draussen an der Shil gesessen, hab Geburtstag gefeiert, Konzerte genossen, bin sehr glücklich gewesen.)
  • Moods (Im Moods hab ich mal ein grandiose Balkan-Party erlebt. Was hab ich getanzt! Und Konzerte hab ich da schon genossen – wahnsinn. Im Moods ist es warm. Da dringt die Welten-Kälte selten ein.)
  • Meine Lieblingsorte, um zu Essen sind: Volkshaus, Restaurant Bürgli, Gartenhof und Kobal Curry & Café.
  • Und zuletzt: Fürs zweite Date empfehle ich als Treffpunkt dringend den Lindenhof. Dort kann man über die Stadt gucken, sich über Touristen lustig machen oder aber auf den Schaukeln sitzen und Zirkuspferden lustige Kunststücke beibringen.)

Zürich ist eine grossartige Stadt. Auch wenn die übrigen Schweizer immer das Gegenteil behaupten. Es braucht ein paar Tage, bis man sich wohl fühlt. Fühlt man sich aber wohl, ist es die beste Heimat, die man haben kann. Das, was den Zürchern fehlt, ist einzig ein Bisschen mehr Distanz zu sich selbst. Übrigens etwas, was jedem gut tun würde.

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