Notfallmodus

All Drama must remain on the Stage

All Drama must remain on the Stage

Es ist schon verrückt, wie man den Notfallmodus in jeder Faser trägt. Hat man den einmal gelernt, ist der drin, den wird man nicht wieder los. Man bekommt eine Nachricht, blinzelt zwei Mal und dann fühlt man, wie sich etwas einrastert, wie der Schalter umgelegt wird und man ist drin und funktioniert. Man nimmt das Telefon zur Hand, macht diese Anrufe. „Ist es ok, wenn Du auf Abruf bist?“, „Könntest Du eventuell fahren?“, „Wir machen es so: Du gehst dahin, ich dorthin.“, „Ich übernehme das und du dafür das andere, ok?“. Und dann immer wieder zwischendurch das bange Warten, auf die Meldung, auf den hoffentlich erlösenden Anruf.

Man lässt alles stehen und liegen. Es ist nichts mehr wichtig. Was drei Minuten vorher noch von enormer Wichtigkeit war, ist fort. Einfach weggeblasen und in den kurzen Momenten des Harrens, ist man ganz verwundert, dass einem das gerade noch beschäftigt hat. Man versucht sich abzulenken und während man es versucht, fühlt man die Angst aufsteigen. Und flüstert gebetsmühlenartig vor sich hin. „Bitte, bitte, bitte, bitte nicht.“

Und dann: Entwarnung. Man möchte die Welt umarmen, jedem in die Arme fallen. Und ist gleichzeitig bis auf die Knochen erschöpft.

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