sich ins Nichts denken

War heute Nacht tanzen. Seltsam ist, dass ich in diesen dunklen, rauchigen, kalten Nachträumen sehr gut nachdenken kann. Während sich alles zulächelt, versucht die schönsten Bewegungen zum Besten zu geben, sich cool gegen irgendeine Wand lehnt und am Longdrink nippt, verschwindet mein Blick ins Nichts und ich denke nach. Wie es sein könnte und warum es nicht so ist.

In vier Stunden muss ich wieder aufstehen. Isabelle und ich gehen morgen unsere Grossmutter im Altersheim besuchen. Dort gibt es immer weiches Fleisch und Rahmsauce mit ebenfalls pampweichem Gemüse. Ist jedesmal ein Graus. Aber so ist das halt. Und meine Grossmutter besuch ich ja gern.

Schlaft gut!
Hasenherz

7 Gedanken zu “sich ins Nichts denken

  1. Sich ins Nichts denken….Sonntagnachmittag 15.00 Uhr sich ins Nichts denken weil es einfacher ist…Ein Buch endeckt mit dem Titel Nichts…aufgestellt in Augenhöhe..immer wieder aufmerksam auf das nichts…weil es leer ist das Nichts und nicht weh tut und endlos ist….leere die die schwere ersäuft…nicht aushaltbar…aber das Nichts erscheint mir wie eine Oase…ein Hafen in der Bucht des Völlegefühls…nicht ist wie es ist…denke an dich.

  2. Warum fällt es uns so schwer sich nichts zu denken, sich treiben lassen und alle Gedanken an uns vorbeiziehen zu lassen wie ein sanfter Windhauch.
    Stattdessen denken wir über alles und jeden nach, warum wieso, weshalb… dreiviertel von unserem Leben sind wir beschäftigt mit nachdenken. Wir verwirren uns selber indem wir Geschichten, Geschenisse so zurechtlegen wie wir mögen, oder war es vielleicht doch anders denken wir… wir denken bis uns der Kopf schwirrt und raucht. Das macht müde und krank.
    Ich schreibe, was ich denke. Ich denke nach, dann schreibe ich. Was ich nicht denke, schreibe ich auch nicht. Was ich nicht schreibe, kann ich trotzdem gedacht haben. Ich merke was ich gedacht habe, wenn ich lese, was ich geschrieben habe. Oder auch nicht.

  3. Es ist ganz schön schmerzhaft, wenn man in Menschenmassen vor Einsamkeit zu bersten droht, während die Gedanken rotieren und die Pelztiere wehmütig und leise summen.

    Nächstes Wochenende wird dir Linderung bringen, Hasenherz. Ich werd deinen Kopf leer machen und dich in Wässerchen tränken. Du wirst rein sein und weiss wie ein Schaf.

  4. Rein wie ein Schaf
    Lallallalla
    Rein wie ein weisses Schaf
    trallalllalla
    Rein wie ein weisses, doofes Schaf
    schubiduhschallallallah
    Rein wie ein weisses, doofes, junges Schaf
    tatah!

  5. Genau, lalala, tralala, tatah. „I schänk der mini Milz..“ Furunkel, Schnickschnack und Schabernack. Dein Wieselherz.

  6. Den am wenigsten erbaulichen Part am Essen im Altersheim finde ich das Salatbüffet. Weiss nicht genau warum, aber das sieht immer extrem unlecker aus.
    Frage für die nächste Tanzdenke: Was wir wohl dereinst zu essen bekommen werden, so circa im Jahre 2051?

  7. Ja, das Salatbuffet ist wirklich grausig. Eigentlich ist es das gar nicht. In meiner Vorstellung aber spielen sich da die ekelhaftesten Dinge ab. Versuche immer möglichst wenig Salat zu nehmen und dabei mein Schüsselchen möglichst voll aussehen zu lassen. Langsam bin ich echt gut darin.
    Darüber was wir im Jahre 2051 zu essen bekommen werden, möchte ich gar nicht nachdenken. Nein, wirklich nicht! Ich hoffe einfach, dass ich bis dann keine Geschmacksnerven mehr habe. Alles abgestorben und gut. 🙂

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