Destroy Mode: ON

Obwohl es mir heute wirklich, wirklich schlecht geht und ich so was von einem Psycho-Kater habe (einen regulären Körper-Kater hab ich zum Glück nicht), war dieses Wochenende doch einfach legendär. Man kann sagen, dass ich den Zerstörungsmodus definitiv an hatte und ihn auch zu keinem Zeitpunkt ausgeschaltete. Angefangen hat es am Donnerstag, da hatte Häschen Geburtstag. Wir waren in der zweiten Heimat, haben die Jukebox mit Geld gefüttert und Mr. Fox hat uns Shot nach Shot serviert. Die paar Stunden Schlaf, die darauf folgten, waren traumlos und ziemlich kühl.

Am Freitag wurden Badana und ich von einem aggressiven, kleinkarierten Sportlehrer aus dem Aquafit geschmissen, was uns unverhofft mehr Zeit für Schönheitspflege verschaffte. Danach sind wir nach Deutschland gereist. Genauer: Nach Ochsenhausen. In Ochsenhausen verbrachten wir eine zauberhafte Nacht im Kuhstall. Wir tanzten und tanzten und tanzten. Badana hat sich dann mit zwei menschlichen Bananen fotografieren lassen und ich hab morgens um 7 im Taxi erfahren, wie es so ist, wenn Geruch und Gefühl so gar nicht zusammenpassen. Am Samstagmittag waren wir dann wieder on the road und kamen gerade noch rechtzeitig zum „Stolze unter Dach“. Wo das Trio from Hell mit Gästen spielte. Dort hatte ich dann ein sehr angeregtes Gespräch mit Goldmund über Schönheit und darüber, wie es so ist, wenn man nur Anfänge lebt. Goldmund lebt nur die Anfänge – die Enden lebt er nicht. Was ich faszinierend finde. Wie lange muss eine Tusenbank sein, um all die vielen Anfänge darauf platzieren zu können?
Früh am Morgen bin ich dann mit Mr. Fox im McDonalds gesessen, er hat sein zweites McFlurry gegessen und ich war unglaublich froh, dass mein Bett ganz in der Nähe steht, dass ich endlich würde schlafen können. Sonntag hat mich dann Dr. Fritz besucht und mir ein riesiges Advokatenpelztier in den Kopf gepflanzt. Dazwischen war es sehr schön und warm. Und dann war Montag und ich konnte auf – sage und schreibe – gerade mal 18 Stunden Schlaf verteilt auf vier Nächte zurückblicken, was mir dicke Augen, unglaublich hässlich abgesplitterten Nagellack und einen Psychokater vom Feinsten eingebrockt hat.
Und wenn ich gefragt werde, ob solche Zeitreisen im Rausch und auf der Überholspur nicht bloss Flucht sind, werde ich mit Schulterzucken antworten. Denn, wer weiss das schon. Wer weiss das schon so genau – wir sind doch alle bloss Diener unserer Selbst.

3 Gedanken zu “Destroy Mode: ON

  1. Ich habe ein paar Katertage hinter mir. Habe es genossen in Zermatt..ich mit mir..und habe auf mich getrunken…viel zu viel…

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