Heute lernen wir vom & fürs Leben

Ich und mein mörderischer Kater sitzen im Büro und denken über die letzte Nacht nach. Begonnen hat alles sehr harmlos. Am Anfang war da die Idee mit den Arbeitskollegen nach dem Fussballmatch Schweiz – Spanien noch was trinken zu gehen. Weil sowieso nix mehr ging und man etwa 3 Stunden bis zum Bahnhof gebraucht hat. Wir haben uns also in die Fanmassen geworfen und so richtig mitgefeiert. Der Abend hat damit geendet, dass ich eine Frau küsste (ihr Freund war sehr fasziniert und hat ihr die Erlaubnis gegeben), Dani Felix einen Knutschfleck mitten auf den Hals machte, ich mit Sara darüber diskutierte, wer von unseren männlichen Kollegen am heissesten ist (zwei davon sassen gleich daneben), Felix Bruder mir seinen Ausweis zeigen musste, weil ich nicht geglaubt habe, dass er erst zwanzig ist und dass ich ziemlich übel hinfiel (oder besser: von Felix umgerissen wurde) und dabei mein Handybildschirm in die Brüche ging.

Davon, dass ich meinen Zug verpasst habe und ähnlichen Shizzle reden wir schon gar nicht.

Daraus lernen wir:

  1. Nicht mit Arbeitskollegen feiern (am nächsten Tag muss man sich dann Sprüche anhören – und zwar 10 Stunden lang).
  2. Nie auf leeren Magen trinken!
  3. Wenn man schon mit Arbeitskollegen feiert, ihnen frühzeitig und vorgängig beibringen, dass wenn man Dinge sagt wie: „Oh-O. Jetzt werde ich überstellig!“, man unverzüglich nach Hause geschickt werden soll.
  4. Sich in betrunkenem Zustand auf Distanz halten zu Hüpfenden und Gümpenden.
  5. Ehrlichkeit in allen Ehren: Manchmal aber ist Schweigen gold.
  6. Wissen, wann der letzte Zug fährt.

Und das Beste ist: Es geht weiter. Morgen früh fahre ich ans Southside und werde wohl kaum weniger trinken oder/und mehr schlafen. Klasse.

5 Gedanken zu “Heute lernen wir vom & fürs Leben

  1. klingt sehr amüsant 🙂 Solche Abende oder Nächte braucht es doch zwischendurch, rumblödeln, nicht nachdenken und hinterher über sich selbst lachen oder ärgern 🙂 würde mir auch wieder mal guttun.. 🙂

  2. 1. trinken auf leeren magen ist nie (nie!) gut. wird aber doch häufig gemacht, auch von mir.

    2. der kater am nächsten tag zeigt ja nur, dass man noch lebt und etwas empfinden kann, seien es auch nur kopfschmerzen.

    3. viel spass beim southside, ist ja mal wieder ein nettes programm.

    • danke! war ein tolles southside und ich hab ein paar mal gefühlt, dass ich noch am leben bin. 🙂
      und jetzt mach ich gerade hamburg unsicher. auch nicht schlecht…

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