Reflektorische Kontraktion des Zwerchfells

Matthew Barney

Matthew Barney

„Die Weisheit eines Menschen misst man nicht nach seinen Erfahrungen, sondern nach seiner Fähigkeit, Erfahrungen zu machen.“ (George Bernard Shaw)

Dieses Wochenende hab ich meine Fähigkeit Erfahrungen zu machen zu verbessern versucht. Ist mir teilweise sogar gelungen. Am Donnerstagabend bin ich sehr spontan mit 12 Zimmermännern auf ein Bier. In ein Zürich, das ich schon ewig nicht mehr betreten hab. Das war wirklich lustig und heiter. Die Handwerkerjungs waren äusserst nett und herzlich. Mal abgesehen von zwei Löchern in meiner Hand, die ich mir an einem Gitter zugezogen habe, war der Abend durch und durch erfrischend. Freitag bin ich mir die Minimetal-Punkoper „Super Biker Girl“ in der Gessnerallee anschauen gegangen. Das hat mir – ehrlich gesagt – eher weniger gefallen. Schön war das Abendessen mit Badana und ThomThom im Les Halles. Es gab Moules et frites. Das anschliessende Konzert von den Benzo Boys hat mich positiv überrascht. Am Samstag haben wir einen fabelhaften Ausflug ins Schaulager Basel unternommen, um uns die Ausstellung von Matthew Barney anzusehen. Gut war, dass es in Basel nicht geregnet hat. Schlecht war, dass die Kleine ins Auto gekotzt hat. Den Film, wo Barney einen Lift mit Dreck füllt, hab ich gemocht. Abends war ich dann bei Warzell zu Burger und Kuchen geladen. Es waren ausgezeichnete Burger – richtig Klasse. Den Kuchen konnte ich leider nicht probieren, weil wir den Simon geschenkt haben, zu dessen Geburtstagsfest wir spontan und unverhofft eingeladen wurden. Wir waren aber die weitaus anständigeren Gäste als die anderen drei, die unverhofft aufgetaucht sind. Der eine hing den ganzen Abend über der Kloschüssel – kotzend. Und die anderen zwei schlossen sich in Simons Büro ein und schienen kurz davor zu sein auf dessen Schreibtisch Sex zu haben. Was Simon eher mitteldufte fand und die zwei Turteltauben kurzerhand rausgeschmissen hat.

80 Meter unter Zürich

80 Meter unter Zürich

Den Sonntag verbrachte ich 80 Meter unter der Erde in den neuen Trinkwasser-Röhren. (Unter dem sinnigen Motto „Züri luegt i’d Röhre“ konnte Kind und Kegel die neuen Anlagen besichtigen.) Das war beeindruckend. Ich hab es mir verkniffen da unten Zigaretten zu rauchen. Könnt mir also dankbar sein. Wenn ich nämlich geraucht hätte, wär jetzt euer Trinkwasser verseucht. Ha! Das Landgüggeli, das Warzell und ich nach dem anstrengenden Ausflug unter Tag zur Stärkung verzehrt haben, war vorzüglich. Hat sich also gelohnt.

Ein erfahrungsreiches Wochenende also. Oder wie sagt Birgit Vanderbeke in „Alberta empfängt einen Liebhaber„?: Manchmal bekommt das Leben einen Schluckauf.

4 Gedanken zu “Reflektorische Kontraktion des Zwerchfells

  1. eigentlich ja immer noch besser, als wenn der eine den ganzen abend überm schreibtisch gehangen hätte und die zwei sich dafür auf dem klo einschlössen… und die punk-oper hätte ich mir an sich auch anschauen mögen, hatte aber keine zeit. meinst, ich hätte nicht viel verpasst?

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