Bei Gotte Miau

Jeder sollte ein Pferd in Frankreich haben.

Jeder sollte ein Pferd in Frankreich haben.

Ich hatte ein wunderschönes Wochenende. Zusammen mit Gotte Miau verbrachte ich zwei Tage in ihrem Haus in Frankreich. Und das war zauberhaft. Ich habe mich so richtig erholt, sehr fein gegessen, gute Gespräche geführt, ein neues Buch entdeckt: „Das Kopfkissenbuch der Hofdame Sei Shonagon„. Dieses Buch gibt Einblicke in das japanische Hofleben des 11. Jahrhunderts und ist herrlich aktuell. Hier ein kleines Beispiel: „Es ist auch ernüchternd, wenn man jemanden sein Gedicht schickt, das man selber für wohlgelungen hält, und kein Antwortgedicht bekommt. Auf ein Liebesgedicht muss man nicht unbedingt antworten. Doch gehört es in diesem Fall zum guten Geschmack, ein unverfängliches Antwortgedicht über die Landschaften oder Jahreszeiten zu verfassen.“ Cool, oder?

Gestern Abend dann war ich noch in der zweiten Heimat und hab mit Badana über Gott und die Welt geredet. Also, in erster Linie über Gott und dann auch irgendwie über die Welt. Und das, weil wir einen Typen getroffen haben, der an Jesus glaubt. Die Kaulquappe war auch da und hat seltsame Sachen gesagt (irgendwas von „damals am Bürkliplatzfest“). Und dann hab ich endlich Mathis gefragt, ob er mir mal seine Geschichte erzählt und er hat – man höre und staune – ja gesagt. Morgens um halb eins dann strauchelten wir aus dem Klub und da ich – typisch – die letzte Tram verpasst hatte, suchte ich mir ein Taxi. Die Unterhaltung mit dem Taxifahrer war überraschenderweise eine sehr gute. Als wir wir am Ziel ankamen, haben wir noch gemeinsam eine Zigarette geraucht und geredet und geredet. Ich hab den Taxifahrer eine gefühlte Stunde zusammengeschissen, er solle gefälligst wieder studieren gehen und sein Leben nicht mit Zynismus vergeuden. Zum Schluss sagte er mir: „Du bist schuld, wenn ich morgen nicht mehr Taxi fahre.“

Wir fassen zusammen: Ein sehr erholsames, tolles, wunderschönes Wochenende. Habe viel gelernt, viel überwunden, viel verstanden. Und zum Schluss noch einen blinkenden Sonntagabend – ganz ohne „from Hell“.

2 Gedanken zu “Bei Gotte Miau

    • Ohne „Hell“ mit Jesus. Wahnsinn. Vielleicht nächstes Wochenende umgekehrt? Ferien aber müssen sein. Das ist sozusagen die Grundlage, worauf alles aufbaut. Auch das windschiefe Haus mit den Tomaten, du weisst schon.

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