Es ist besser auszubrennen, als langsam zu verblassen.

(Obiges Zitat ist übrigens von Cobain.) Fauler Sonntag. Wäsche zusammenlegen, dabei ein Hollywood-Film schauen, Kaffee trinken (literweise) und versuchen nicht nachzudenken. Fauler Sonntag.

Gestern hab ich von ElfElf den Kopf gewaschen bekommen, die wiederrum von mir die Leviten gelesen bekam. Die Party, an der wir waren, war die schrecklichste seit langem und dennoch hab ich mehr gelacht als sonst.
Zudem bin ich stolz auf mich. Es gibt doch diese Muster: Man begeht in gewissen Situationen immer die selben Fehler. Klar, die Situationen sind mal so und mal so und man erkennt sie nicht gleich, als die „gemusterten“. Und dann plötzlich, kurz bevor es zu spät ist, taucht das Muster aus dem Dunkel auf. Päng. Und dann weiss man: Entweder ziehe ich die Notbremse genau jetzt oder ich bin verloren. Gemein ist natürlich, dass man die Notbremse so überhaupt nicht ziehen will, weil man (einem Süchtigen gleich) unglaublich gerne würde weitermachen wollen. Man belügt sich und macht sich etwas vor und denkt: „Ach, was. Is doch alles ganz harmlos.“ Ist es natürlich nicht. Ganz und gar nicht. Ich hab sie also gezogen, die Notbremse. Ist mir gar nicht leicht gefallen. Aber ich kenne mich. Langsam aber sicher kenne ich mich. Und du musst wissen, dass ich ziemlich gewitzt sein kann. Ich kenne viele Tricks und jede Geheimtür. Damit ist aber Schluss. Jetzt leide ich einige Zeit und muss mir immer wieder vergegenwärtigen, dass der Fehler, den ich unweigerlich begangen hätte, ein grosser gewesen wäre. Einer, der mich viel hätte kosten können. Die andere Stimme ist laut, wohl war. Die, die sagt: Wer weiss, vielleicht wäre es kein Fehler. Vielleicht wäre es sogar extrem gut. Vielleicht wäre es genau richtig. Und dann denke ich weiter und weiter und weiss, dass es genau richtig ist, wie ich es gemacht habe. Das erste Mal. Das erste Mal lasse ich mich nicht treiben. (Und wer mich kennt, weiss, dass das Gewalt gleich kommt.) Schlussendlich kann ich nur mir selbst etwas vorwerfen. Man wird immer nur so behandelt, wie man es zulässt.

Gestern hab ich mit einem Clown (und es war wirklich einer) ein seltsames Gespräch geführt. Er sagte: „Tatsache ist, dass man zwar mit dem Herzen „ja“ und „nein“ sagen kann. Mit dem Willen hingegen kann man nur „nein“ sagen, niemals „ja“.“

Nun also lass ich den faulen Sonntag, fauler Sonntag sein, gehe ab unter die Dusche, brezle mich auf und dann geht’s raus ins nächste Abenteuer. Eine neue Linie, die sich über meinen Körper zieht. Auf dass die alten verblassen mögen.

„Tue soviel Gutes, wie du kannst, und mache so wenig Gerede wie nur möglich darüber.“
(Charles Dickens)

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