Bei gleicher Umgebung

„Bei gleicher Umgebung lebt doch jeder in einer anderen Welt.“ (Schopenhauer)

Am Mittwoch habe ich mit einem guten Freund über die Verantwortung, die man gegenüber anderen in Bezug auf die eigene Geschichte hat, geredet. Es gibt ja die Dinge, die einem passieren. Die Dinge, die so tiefe Wunden hinterlassen, dass die Narben auch noch Jahre später ziepen und brennen. Nun muss man ganz für sich alleine lernen mit diesen Narben umzugehen. Man muss lernen, wann sie am meisten schmerzen und wie man darauf reagiert. Das mag ja eigentlich noch ganz gut gelingen. Nun ist es aber so, dass man andere da mit reinzieht. Man redet über die Wunden und das Gegenüber muss damit umgehen. Man reagiert seltsam wegen den Wunden und das Gegenüber muss damit umgehen. Das Gegenüber ist dabei oft hilflos und irritiert. Lässt man also die eigene Geschichte auf andere Menschen los, muss man sich der Wirkung stellen. Versuchen das Gegenüber aufzufangen, es ihm leichter zu machen, sich erklären, sich zusammenreissen. Das eigene Schicksal annehmen.
Ich habe es nicht gewählt und trotzdem muss ich die Verantwortung dafür übernehmen. Ziemlich beschissen, ehrlich gesagt.

„So ist das Leben und so muss man es nehmen: tapfer, unverzagt und lächelnd, trotz allem.“ (Rosa Luxemburg)

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