Spielen am Sonntag

Schön, oder?

Schön, oder?

Sonntage sind seltsame Tage. Sie plätschern so vor sich hin, die Sonne geht auf und bald darauf wieder unter und dazwischen liegt braches Land, mit dem man irgendwie wenig anzufangen weiss. Man schläft und geht dann durch den Regen, man isst etwas, nimmt vielleicht eine Kopfwehtablette, schaut einen Film und geht wieder schlafen. Es gibt an Sonntagen zuweilen ganz kleine Momente, wo das Licht aufblitzt. Spielen am Sonntag also:

  • Im Starbucks schöne, fremde Namen auf den Kaffeebecher schreiben lassen. Heute bei mir:
    „Wie heisst du?“ – „Ellie“ – „Wie?“ – „E L L I E“
  • Wetten, die das ganze Leben verändern, eingehen und verlieren.
  • Mit dem „Buch der Antworten“ an den Küchentisch kommen, seine WG-Gschpändli in aufforderndem, dringlichen Ton fragen: „Hast Du eine Frage?“ (Und dann insistieren, bis sie eine Frage stellen.)
  • Jeden Fingernagel in einer andern Farbe anmalen.
  • Auf dem Rücken auf seinem Bett liegen, die Stuckdecke anstarren und sich lustige Zukunftsgeschichten ausdenken.
  • Komische Katermenüs kochen. Rösti mit Späzli und Ketchup oder so.
  • Neue Wörter aus anderen Dialekten lernen. Wie zum Beispiel „Grättimaa“ oder „Teigmanndli“.
  • Sich verlieben.

Ein Gedanke zu “Spielen am Sonntag

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