Nichts von alledem.

Wahrlich, niemand ist weise, der nicht das Dunkel kennt. Wer würde es verstehen, mein Leben. Es gibt dafür keine Erklärung, zumindest keine vernünftige. Man könnte es getrieben nennen, wenn „getrieben“ kein so falsches Wort wäre. Ich bin nicht ich. In keinster Weise. Ich bin nicht das, was ich vorgebe zu sein, nicht das, was ich glaube, nicht das, was ich wünsche, noch das was ich weit weg von mir halte. Nichts von alledem. Nein, es ist schlimmer. Um einiges schlimmer. Ich bin dazwischen. Und mehr in alles Dunkel hinein. Frag mich! Ich versuche ehrlich zu sein. Und auch das wird Lüge sein. Es gibt nur ein Wort dafür: hinsterben. Ich sterbe vor mich hin. Und das irgendwie glücklich. Du schüttelst den Kopf? Oh, glaube mir, ich auch. Ich auch. Da sind Pferde auf dem Feld und dazwischen Zaun. Die Frage bleibt: wär ich lieber Zaun oder Pferd oder nichts von alledem? Nichts von alledem. Nichts von alledem.

Ein Gedanke zu “Nichts von alledem.

  1. Ich bin das Gras, das aus dem Boden schiesst, wenn der Schnee unter dem Rossdung dahin geschmolzen ist. Und dann werde ich gefressen, verdaut und wieder geschissen. Und dann. Bin ich die Erde auf der der Schnee liegt, aus der das Gras schiesst, auf der das Ross liegt, auf welcher der Zaun steht. Dann scheint die Sonne und trocknet mich aus. Der Wind bläst Sturm und trägt mich ab…

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