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Boah. Das war eine echte Durststrecke.

Es kam mir vor, als wäre ich in den kanadischen Wäldern irgendwo auf einem Trampelpfad unterwegs und hätte jenes Bild nach wochenlangem Wandern entdeckt. Der Moment, wo alle Zuversicht aus dem Körper verschwindet. So lange man unwissend war, konnte man sich einreden, dass die Waldbeiz um die nächste Ecke auftauchen werde. Ganz bestimmt.

Meine Krankheit dauert ein Jahr.
Natürlich. Es ist schon fast wieder gut. Man sieht schon fast nichts mehr. Die Folgen werde ich aber – sagen die Ärzte – erst nächsten Frühling ganz überwunden haben. Wenn überhaupt.

Wenn man, wie ich, ein Mensch ist, der nicht gerade mit Geduld gesegnet ist und sich grundsätzlich für unverwundbar hält, ist das dann doch irgendwann ziemlich einschneidend.

Aber ja. Ich weiss. Ich jammere hier rum und sollte eigentlich glücklich sein. Denn: Es geht mir gut. Nicht mehr so gut wie früher, aber es geht mir gut.

Eugen hat sich letzte Woche an einem Bild über mich versucht: Er sagte, es komme ihm vor, als wäre ich eine Nomadin, die unter den Sesshaften aufgewachsen ist und darum ihre Nomaden-Identität stets ein Bisschen verschleiert, nicht immer dazu steht. Weil die Sesshaften Angst vor den Nomaden hätten – das liege in der Natur der Sache, alle Sesshaften haben immer Angst vor den Nomaden. Darum werden diese auch verteufelt. Und wenn er mich über mich selbst reden höre, komme es ihm vor, als hätte ich die Sichtweise der Sesshaften übernommen und versuchte diese auf mich zu übertragen, was natürlich nicht gelinge. Ich solle gefälligst anfangen, mich zu fragen, was zu mir gehöre und was einfach nur Adaption sei. Er wolle das ganze ja nicht romantisieren (was er natürlich trotzdem tat), er wolle einfach sagen, dass Nomade sein was Gutes sei und ganz schön cool.

Ich musste bizz lachen. Geholfen hat’s jedoch. Hier bin ich wieder.

Ein Gedanke zu “Next Services 24,901.55 Miles

  1. Und dann schüttelt sie ihre dunklen Locken, lässt die grünen Augen aufblitzen, schenkt der Welt ihr bezauberndes Lächeln und zieht los, um die Welt zu erobern und durcheinander zu bringen und auf verspielte Weise zu irritieren…

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