Nichts zu verlieren?

Nach der Familienweihnacht gestern und den letzten vollgepackten Tagen, bin ich heute müde. Mit meiner Mutter hab ich also gestern über Verlust geredet. Sie sagt, als Seebub das Zeitliche gesegnet hat, hätte sie das erste Jahr wie im Nebel verbracht. Sie hätte sich noch nicht mal an sein Gesicht erinnern können.

So ist das. Wenn Dinge wahr waren, wenn sie so real, so intensiv waren und dann von einem Tag auf den anderen nicht mehr sind, dann scheint es plötzlich so, als ob sie gar nie wahr gewesen wären. Es verschwimmt alles, man blinzelt und fragt sich zuweilen, ob es überhaupt jemals existiert hat. Es gleitet einem aus dem Kopf, die Gedanken verheddern sich, man kriegt das lose Ende nicht mehr zu fassen. Und je mehr man sich zu erinnern versucht, desto weniger erinnert man sich. Da hilft nur, eine verrückte Yoga-Pose einzunehmen und zu atmen. Oder im Wald spazieren zu gehen und zu atmen. Oder laut zu singen und zu tanzen und zu atmen.

Wer über gewisse Dinge den Verstand nicht verliert, der hat keinen zu verlieren.“ (Lessing)

Hasenviech: Posterboys

Ausschnitt aus einer Hasenviech-Parade: Posterboys

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