No, you still don’t like to leave

Heute war ein schwieriger Tag. In der Nacht hat mich eine echt fiese Variante des Alptraums heimgesucht, der mich seit ich denken kann begleitet. Das Gefühl danach ist hässlich. Und verfolgt mich meist den ganzen Tag. Zudem war ich etwas psychokatrig von der letzten Woche. Keine gute Kombination.

Ich habe am Morgen also gemalt und meinen schwermütigen Gedanken nachgehangen. Dann wurde ich an den Pfäffikersee kutschiert, hatte während der Fahrt ein gutes, aber schwieriges Gespräch, was auch noch seinen Teil zur verzwickten Stimmung beitrug. Zuletzt dann noch eine Nachricht im Postfach, die ich nicht einordnen konnte und die sich verklausuliert angefühlt hat. Dann – als ich alleine war und mir die wunderbarste Frühlingssonne ins Gesicht schien – hab ich mich dagegen entschieden. Ich habe einen tiefen Atemzug genommen, hörbar ausgeatmet und hab mich für Heiterkeit entschieden. Manchmal muss man Dinge hinter sich lassen. Einfach aufhören. Einfach loslassen.

Später dann bin ich auf den Lindenhof rauf, hab über die Stadt geblickt, hab diese innere Wärme aufsteigen fühlen. Meine Füsse haben zur Musik gewippt und ich fühlte wie sich ein Grinsen über meinem Gesicht ausbreitet. Ich habe mir vorgestellt, wie ich bald mit jemandem hier oben ein interessantes Gespräch führen werde. Ich hatte keine bestimmte Person vor Augen. Es war mehr so ein Gefühl der Zuversicht, dass irgendjemand gern mit mir auf dem Lindenhof sitzen wird und wir ein angeregtes Gespräch führen werden. So eins, wo man lacht und ein bisschen streitet und dann gedankenverloren über die von der Abendsonne beschienene Stadt blickt und sagt „Du hast natürlich Recht. Wie immer hast Du Recht.“. Und der andere ein Geräusch der belustigten Zustimmung von sich gibt und seine Augen ebenfalls über die Stadt streifen lässt im Wissen, dass das ein guter Abend ist.

Hasenviech - ohne Humor

No, you still don’t like to leave, before the end of the show

 

4 Gedanken zu “No, you still don’t like to leave

  1. Liebstes Hasenherz! Wie hab ich deinen Blog vermisst, wie schön, dass du aufgetaucht bist aus der Flut. Dich zu lesen, dir über Distanzen nah zu sein, ist schön. Bald werde ich nach Zürich kommen. Darf ich mich für ein Gespräch auf dem Lindenhof bewerben? Ich freu mich auf dich.
    Herzlich grüßt: Tob

    • Tob! Was für eine schöne Überraschung so unverhofft von Dir zu hören! Deine Bewerbung wird wohlwollend geprüft und wir melden uns in ein paar Tagen. 😉
      Nein, natürlich – es wäre mir eine Ehre mit Dir auf dem Lindenhof ein Gespräch zu führen. Melde Dich, wenn Du in Zürich bist…
      Von Herzen,
      Hasenherz

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