Sei was du bist, gib was du hast

Noch bist du da

Wirf deine Angst
in die Luft

Bald
ist deine Zeit um
bald
wächst der Himmel
unter dem Gras
fallen deine Träume
ins Nirgends

Noch
duftet die Nelke
singt die Drossel
noch darfst du lieben
Worte verschenken
noch bist du da

Sei was du bist
Gib was du hast

Rose Ausländer

Dieses Gedicht hat mir „Zitat“ damals geschenkt. Wie es ihm wohl geht, was er wohl tut? Manchmal sind wir blosse Geburtshelfer, kurze Wegbegleiter. Manchmal sind wir füreinander gerade mal für drei Tage geschaffen. Für diese drei Tage aber perfekt. Und dann kommen wir an die Kreuzung, die wir lange schon am Horizont gesehen haben. Sie schien anfangs noch weit. Wir stehen also da. Schauen uns an, lachen. Geben uns die Hand und umarmen uns dann doch. „Trag Dir Sorge“, „Lass dich nicht unterkriegen“, „Wir sehen uns“. Ein letzter Blick zurück und schon schiebt sich die erste Erinnerung zwischen uns.

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