Anfänge

„Es war einmal im Bezirk Zlotogrod ein Eichmeister, der hiess Anselm Eibenschütz.“
Das ist der erste Satz aus dem Buch „Das falsche Gewicht“ von Joseph Roth. Ein wunderbarer Roman.

Anfänge sind etwas Besonderes. Ein Anfang bestimmt, ob es ein Anfang sein wird oder der Anfang auch schon das Ende.

„In der Eisenbahn ging noch alles gut. Es begann in Venedig, mit den Gässchen“ (Anfang von „Reise im Mondlicht“ von Antal Szerb)
„Mein erster und einziger Besuch bei einem Therapeuten kostete mich das rote Korallenarmband und meinen Geliebten.“ (Anfang von „Sommerhaus, später“ von Judith Hermann)
„Alles dreht sich.“ (Anfang von „Am Hang“ von Markus Werner)
„Ein aschfarbener Hund mit einem weissen Mal auf der Stirn brach am ersten Sonntag im Dezember durch die unwegsamen Gänge des Marktes, stiess Tische mit Fritiertem um, brachte Auslagen der Indios und Lotteriestände durcheinander und biss nebenbei vier Personen, die ihm in die Quere kamen.“ (Anfang von „Von der Liebe und anderen Dämonen“ von Gabriel Garcia Marquez)
„Hier endet meine Reise zu den Männern.“ (Anfang von „Kleine Lichter“ von Roger Willemsen)

Der Anfang ist also wichtig. Noch wichtiger ist der Neuanfang. Dazu kommen wir aber morgen.

Herzlich,
Hasenherz

Ein Date mit Karel Fonteyne?

Der Kopfschmerz jagt wie wildgewordene, streunende Hunde durch meinen Schädel. Bald ist Abend und ich kann den Schmerz mit Bier oder mit Wein oder mit vielen Zigaretten wegbefördern. Heute Abend habe ich ein Date. Und das schöne an Dates ist, dass man sich endlich mal wieder die Beine rasiert. *hüstel* Nein, das schöne an Dates ist natürlich, dass man aufgeregt ist und nicht weiss, was man mit seinen Händen tun soll. Vielleicht tut das Date auch meine Kopfschmerzen vertreiben – ganz von selbst. (Zumal das Date gefaked ist und darum das mit den Händen auch nicht so ein grosses Problem.) Hab ein Bild gefunden von Karel Fonteyne, das mir gut gefällt. (Die Dame scheint übrigens auch ein Kopf-Problem zu haben…) Hier:

Zurück aus Sizilien

Zurück aus Sizilien, braungebrannt und sehr erholt. Es war ne schöne Zeit. Eine Zeit mit viel Sonne und Strand und Meer und Bellinis. Ich hab sechs Bücher gelesen. Drei gute und drei weniger gute. Zwei sehr dicke, zwei sehr dünne und zwei mit dreihundert Seiten.
Als mir die Lektüre ausgegangen ist, hab ich dann in der Ferienwohnung „Friedhof der Kuscheltiere“ gefunden und somit das erste Mal in meinem Leben Stephen King gelesen. War… äh…. gruslig. Dann wurde ich mit Moana Pozzi (einem Erotik-Starlet) verglichen. Jetzt, da ich Bilder von ihr gesehen habe, finde ich, dass ich ihr ÜBERHAUPT nicht gleiche. Egal. Alles in allem waren es sehr schöne Ferien und heute, da es regnet und ich arbeiten muss und sich die Bräune langsam abschält, bin ich sehr traurig, dass diese verdammte Zeit so schnell vergeht.

Herzlich,
Hasenherz

Frosch im Traumkostüm

Gestern musste ich meinen Kurs ausfallen lassen, hab bis um 19.30 Uhr gearbeitet und dann war Sense. Gmpf. Bin dann noch mit Herrn Fischer, Herrn Fischer 2 und Marlon etwas trinken und etwas essen und dann noch mal etwas trinken gegangen. Zum Schluss hat uns Marlon seine anrührende Liebesgeschichte erzählt und wir haben genickt und verstanden. War schön. Hab den Abend noch „weitergeträumt“. Herr Fischer 2 hatte ein Froschkostüm an und wir waren tanzen. Heute hab ich ein seltsames Gefühl. Kennt ihr das? Wenn sehr reale und doch ziemlich absurde Träume den ganzen Tag noch „nachhängen“? Und man das Gefühl des Traums nicht los wird?

Träumerisch,
Hasenherz

Mädchenmörder

Dieses Wochenende hatte ich Schule. Und hab meine Grossmutter in Basel besucht. Dann wars auch schon wieder rum, das Wochenende. Irgendwie muss ich mir mal Zeit für Nichts freischaufeln. Ist ja nicht zum Aushalten, dieses ewige „keine Zeit haben“, „im Stress sein“. Vielleicht sollte ich mir mal ein paar Ratgeber kaufen, die Titel tragen wie „Wenn Du es eilig hast, gehe langsam“ oder „Das neue 1×1 Zeitmanagement„. Leider hab ich WIRKLICH keine Zeit diese Bücher zu lesen…

Habe „Mädchenmörder – Ein Liebesroman“ von Thea Dorn gelesen. Mann, mann, mann. StarkerTubak. Aber gut. Ja, wirklich nicht schlecht. Thea Dorn soll ja bekannt sein für ihre gruseligen und hochspannenden Bücher – hat mir eine Buchhändlerkollegin erzählt.

Heute Abend besuche ich zusammen mit Zoé einen Photoshop-Kurs. Kann euch also bald mit lustigen Bildli überraschen, die dann nicht mehr so ganz gebastelt aussehen (hoffentlich).

Herzlich,
Hasenherz

Verlorene Worte und ihre Geschichten

Halleluja. Montag und ich werde gerade überhäuft mit neuen Vorschauen von den Verlagen und mit Leseexemplaren. Da ist z.B. der neue John Grisham „Berufung“ (Textfötzel dazu: „Wenn Recht zu …… UNRECHT wird“ woah!) oder dann ein Buch von einer Poppy Adams „Wer die Ruhe stört“ (Textfötzel dazu: „Ein unheimliches Herrenhaus und ein FURCHTBARES Familiengeheimnis“ wer hätte das gedacht? (wer kommt eigentlich auf die Idee seine Tochter „Poppy“ zu nennen? Furchtbar.)) Mein Lieblings-Neu-Buch ist aber: „Verzettelt“ von Ralf Schlatter. (Textfötzel dazu: „Verlorene Worte und ihre Geschichten“.)

Ansonsten gehts mir …. nun ja. Sosolala würd ich mal sagen.

Guten Wochenanfang!
Hasenherz

Unter Poeten

Es ist Freitag! Wahnsinn. Mein Herz ist etwas leichter.
Letztes Wochenende waren Vanalia und ich ja auf Klassenfahrt. Wir sind auf den Hügel gefahren und haben uns mit unserem Seelchen beschäftigt. (Dass wir sowas haben, erfuhren wir erst, als es schon fast zu spät war.) Auf eben diesem Hügel habe ich mich im Gedichte schreiben versucht. Das hab ich noch nie gemacht. Hier das Ergebnis:

Sonja Silbersonne heisst sie und ist neu.
Gesprochen hat sie ganz scheu.

*hust*

Wünsche euch allen ein sonniges Wochenende!
Hasenherz

Hasenherz verkleidet sich und ist froh.

Bin wahnsinnig froh, dass diese Woche bald rum ist. Die war irgendwie anstrengend. Manchmal möchte man sich als irgendwas Seltsames verkleiden und unerkannt durch die Welt gehen. Bei mir würde das etwa so aussehen:

Hasenherz verkleidet

Dieses Wochenende haben Vanalia und ich Klassenausflug und wir fahren auf einen Hügel wo wir die schwarzen Herzen ins Tal werfen werden. Entledigen. Entledigen. Entledigen.
Lese gerade „Bordell der Toten“ von Carlos Eugenio López. Es sind Kurzgeschichten. Und sie sind gut. Exzentrisch, zynisch, düster, voller Witz. Sprich: Genau mein Geschmack.

Schönes Wochenende,
Hasenherz

Effie & Biest

Hallo, liebe Hasenherz-Leser! (Ihr fragt euch bestimmt, warum ich so gut gelaunt bin? Nein? Egal. Ich erzähl es euch trotzdem.)


Zusammen mit Vanalia war ich ja in Solothurn an den Literaturtagen. Und da habe ich wunderbar tolle Menschen kennengelernt, ihr glaubt es kaum. Die Sonne hat gelacht, unsere Hinterteile waren im Kreuz festgewachsen, wir haben Most und Bier getrunken, unsere rot lackierten Fingernägel abge“chaffelt“ und auch eine Lesung besucht. Dann haben Vanalia und ich auch noch ne brilliante Idee gehabt, die ich euch an dieser Stelle noch nicht verrate, denn man weiss ja nie… Diese Idee trägt den Spitznamen „Effie & Biest“. Ihr könnt also alle gespannt sein.
Spät am Abend begegneten wir einem traurigen Dichter, der dringend eines Happy-Autoren-Tages bedürfte. Leider, leider hat er die Anmeldefrist für dieses Jahr verpasst.

Mir hat die Sonne wahnsinnig gut getan. Bin richtig glücklich. So sollte es immer sein.
Jauchzendjuhee,
Hasenherz

Das Spinnennetz

Das 1. Mai Fest wurde auf den 2. Mai verschoben. Seltsam. Das ist wie wenn man Silvester auf den Dreikönigstag schieben würde – nur weils grad besser in den Terminkalender passt.

Gestern habe ich „Das Spinnennetz“ von Joseph Roth fertig gelesen. Wow. Dass er mein Lieblingsautor ist, kommt nicht von ungefähr. „Das Spinnennetz“ war sein erster Roman und erschien 1923. Er beschreibt darin glasklar und mit einer visionären Kraft die Mechanismen, die zu Rechtsradikalismus führen. Wahnsinn.

Jetzt geniesse ich 4 Tage Wochenende. Sooooo schön! Am Samstag werde ich zusammen mit Vanalia die Solothurner Literaturtage unsicher machen. Ha!

Geniesst die Tage!
Hasenherz