Schaum und Flaum

Nach einem bewegten Wochenende ist heute die Sonne aufgegangen und zu meiner grossen Überraschung war es Montag Morgen. *ächz*

Am Freitag Abend waren Vanalia und ich in Luzern „Sommernachtstraum“ kucken. Was seltsam war, da in Schweizerdeutsch und irgendwie war das nicht so gut. Und der Epilog von Puck haben sie einfach weggelassen. Dabei ist der sooooooo schön!
„Wenn wir Schatten Euch missfielen,
denkt zum Trost von diesen Spielen,
dass Euch hier nur Schlaf umfing,
als das alles vor sich ging.
Dies Gebild aus Schaum und Flaum,
wiegt nicht schwerer als ein Traum…“

Am Samstag spielte ElfElf mit ihrer Band „Mimikry“ auf und das war echt umwerfend. Wir alle waren sehr begeistert und jetzt muss ElfElf uns unbedingt den Eurythmie-Teil beibringen!

Mimikry

Hier noch die Website von Mimikry: http://www.mimikry.ch.vu

Herzlich,
Hasenherz

Eine kurze Geschichte der Biologie des fahlen Mondes im Fluss des Glücks

Bin gerade dabei ein paar Verlagsvorschauen durchzugucken, um zu sehen, was uns für neue Bücher erwarten im Herbst. Seit einiger Zeit ist es modern Bücher Titel wie „Eine kurze Geschichte vom Glück“, „Eine kurze Geschichte von fast allem“, „Eine kurze Geschichte der Zeit“, „Eine kurze Geschichte der Welt“ zu geben. Als ob man den Lesern sagen wollte: „Hey! Dies ist eine kurze Geschichte. Ist also gar nicht anstrengend! Auch für dich nicht, der du es nicht mal schaffst die Gratis-Zeitung von vorne bis hinter durchzulesen!“

Und dann gibt es noch einen anderen, sehr nervigen Trend. Der mystisch-romantische. Die Bücher heissen dann „Die alltägliche Physik des Unglücks“, „Das Leuchten der Stille“, „Das Echo der Schuld“, „Die Verwundbarkeit des Seins“, „Der Schatten des Windes“, „Der Fluss des verlorenen Mondes“, „Konturen des Unglücks und eine schöne Geschichte“. Kunderas „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ hat es vorgemacht. Und dieser Titel ist Hammer. Alles, was danach kam, nur ein Abklatsch. Der hilflose Versuch den Lesern zu verstehen zu geben, dass sie keine Ahnung haben worum es geht. Wenn sie sich aber ganz fest bemühen, dann würden sie vielleicht in den erlauchten Kreis aufgenommen werden.
Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Die Texte hinter den Titeln sind teilweise echt gut. Warum aber müssen die nur so dämlich heissen?

Kopfschüttelnd,
Hasenherz

Ausbreitung von Einsamkeit

Müder Montag. Es regnet. Glücklich macht: Wurmbrand hat Geburtstag und wir feiern das mit Wurst und Bier im Regen stehend. Xanten sagt: „Das alles war gut und bewegt und manchmal melodramatisch trist. Und manchmal habe ich auch der Einsamkeit bei ihrer Ausbreitung zugesehen.“

Lese gerade „Die Hügel“ von Yvette Z’Graggen.
http://www.buch.ch/shop/bch_start_startseite/schnellsuche/any/?fq=3-85787-348-5&fc=ANY&submit.x=0&submit.y=0&submit=schnellsuche

Erster Satz: „Es ist kaum richtig hell, als ich im Hotelzimmer erwache neben dir, der du noch schläfst.“ Ein Buch für Vanalia und mich, denn es geht um den eigenen unsteten, nervösen, unzuverlässigen Geist.

Letzte Woche war ich in Münster und habe ins eiskalte Gesicht der Schönheit geblickt. Meine Grossmutter ist gestern 89 Jahre alt geworden und wir haben das mit Erdbeeren und Rotwein gefeiert. Und zum Schluss: Ich geh jetzt Zigaretten holen.

Schönen Montag!
Hase

Stumm wie ein Fisch

Hier bin ich wieder! Endlich habe ich mal wieder Zeit zu schreiben (ich verspreche euch, es kommt nicht wieder vor, dass ich so lange stumm wie ein Fisch bin). Es ist aber auch viel passiert. Ich hatte Ferien. Schöne, lange Ferien! Und habe meinen neuen Job begonnen. Es ist wirklich sehr spannend und aufregend (natürlich auch anstrengend – aber das ist es ja immer, wenn man in meinem Alter tausend neue Sachen lernen muss). Muss mich noch etwas daran gewöhnen nach Winterthur zu pendeln. Habe aber im Zug bereits schon zwei Bücher gelesen, was wirklich schön ist. Und: ich vermisse meine alten Gschpöndlis doch sehr. Irgendwie quitscht hier niemand. Ehrlich, Leute, so ein Quitschen zwischendurch ist doch ganz nett! Muss das denen noch beibringen. Wird ein langer, harter, steiniger Weg. Aber ich werde es schaffen. Drückt mir die Daumen!

Herzlich,
Hasenherz

Zurück in Zürich

Wieder zurück in Zürich. Fühlt sich „Nicht-gefühlt“ an. Meine Reise nach Berlin und Hamburg war sehr schön. Intensiv und schön. Vanalia und ich haben in dieser Woche verschieden Zustände durchlebt, mir ist als wäre ich fünf Jahre älter. Mein Grossvater ist gestorben, hab die Nachricht in Berlin in der Weinerei erhalten, es war ein guter Ort für diese Nachricht, wenn es denn einen guten Ort gibt dafür. Wenn ja, dann war das der Beste. Obwohl ich diese Nachricht befürchtet und erwartet hatte, hat mich der Tod getroffen, wie es der Tod immer tut. Morgen ist die Beerdigung und ich denke mir, dass der Tag morgen ein Tag ist, mehr traue ich mich nicht zu denken.

Hamburg hat uns nett empfangen. Die Menschen da waren ganz angetan von unserer Sprache, haben sie für Estnisch gehalten. Den einen Spaziergang an der Alster, wo ich alleine war, werde ich nie vergessen, denn da habe ich das erste Mal seit langem wieder durchgeatmet und meine Hände gespürt.
Ach, es waren schöne Ferien! Sehr schöne Ferien.
Herzlich,
Hasenherz

Das schöne Hirn des Stefan Zweifel

Nach langem Schweigen bin ich wieder hier und es ist viel passiert. Nic, Thesi und ich hatten am Freitag Abschiedsapéro. War lustig und auch traurig und die Crew hier hat einen wirklich tollen Film über mich gemacht, der mir die Röte ins Gesicht trieb und mich zu Tränen rührte. Vielen, vielen Dank!

Am Samstag haben wir dann Sams Geburtstag gefeiert und Lia hat seinem Ruf alle Ehre gemacht – er war für die Coolness zuständig – der Abend war echt cool. Besonders cool war, dass ich gegen Biiiiti im Töggelen gewonnen habe. (Er war Argentinien und ich Liechtenstein und glaubt mir, Liechtenstein war noch nie besser…)

Am Sonntag waren Isibelle und ich im Spital bei unserem Grossvater und das hat bei mir Magenkrämpfe ausgelöst und einen Wirbelsturm in meinem Kopf, der anhält und durch alle Windungen meiner Erinnerung fegt.

Gestern war dann in der Buchhandlung Katastrophenstimmung. Die Kundschaft kaufte Bücher als wäre Weihnachten und alle wollten die Dinger auch noch geschenkverpackt. Einzig die Sonne erinnerte uns daran, dass Frühling ist. Am Abend war Literaturclub angesagt. Die Görls und ich haben uns das Ganze live angeguckt. Die beiden Alexen und Clau hatten sich richtig toll rausgeputzt (man kommt ja nicht jeden Tag im Fernsehen). Nächsten Dienstag um 22.20 Uhr müsst ihr also fernsehen – es lohnt sich – nicht nur wegen den Görls sondern auch wegen Stefan Zweifel, der neben seiner schönen Nase auch noch ein ausgesprochen schönes Hirn hat.
http://www.sf.tv/sf1/literaturclub/index.php

Viel Spass!
Hasenherz

Hand aufs Herz

Dieses Wochenende war mir, als ob ich mein Herz in der Hand tragen würde. Und als ich im Dunkel der nächtlichen Wochenend-Räume den Kopf hob, strich mir der Wind zärtlich und belanglos und fordernd und desinteressiert durch die Haare. Mein Herz fühlte sich leicht und warm an in meiner linken Hand. Dieses Wochenende war mir, als ob ich mein Herz in der Hand tragen würde.

„So mancher meint, ein gutes Herz zu haben – und hat nur schwache Nerven.“
(Marie von Ebner-Eschenbach)

In diesem Sinne: Schön die Nerven behalten, Leute!
Hasenherz

Bald Frühling, Ferien & Sommersprossen!

Nach meinem autistischen Wochenende befinde ich mich nun wieder unter den Lebenden. Die Sonne scheint, die Gesichter tanzen, die Haut riecht nach Sommer. Endlich Frühling!

tanzend.jpg

(Bild von Edward Gorey)

Genau in einem Monat und einem Tag fahre ich mit Vanalia in die Ferien! Und ich freue mich unheimlich fest! Juhuiii!
Ferien: Die Belohnung für getane Arbeit, Ausnahmezustand, Lebensglück, Tage des Nichts und des Alles.

Habe übers Wochenende ein Jugendbuch gelesen: „Schattenliebe“
http://www.buch.ch/shop/home/typhoonartikel/ID14294667.html;jsessionid=fdc-fewlwjx9yy2.fdc11
Hat mir sehr gut gefallen. Somit habe ich offiziell meine Leseblockade überwunden.

Guten Start in die Frühlingswoche!
Hasenherz

PS: Meister Proper heisst in Spanien übrigens Don Limpio.

Zweites Leben in Second Life

War etwas schreibfaul übers Wochenende. Jetzt, da ich ja völlig zur Web 2.0 Userin mutiert bin, habe ich natürlich auch ein zweites Leben in Second Life. Dort heisse ich Lilla Lilliehook und bin schon viel gereist. Spätestens nach zwei Tagen ausprobieren wird es aber ziemlich langweilig im zweiten Leben und es gibt keine Gründe das Leben dort weiterzuleben. Das Ding wird echt überschätzt. Tja. Vielleicht wird es irgendwann ja mal noch besser.

Gelesen hab ich nichts. Irgendwie habe ich eine Leseblockade. Kennt ihr das? Nicht mal den Schnulzroman von Vanalia hab ich gelesen. Da kann man nur hoffen, dass es aufhört zu regnen und die Geschichten wieder über mich kommen.

Bild von Edward Gorey

Schönen Regentag wünsch ich euch!
Hasenherz

Ole der Frosch

Da ich heute alleine im Büro bin, habe ich mir etwas Gesellschaft gesucht und auch welche gefunden. Er heisst Ole, ist etwa ein Meter gross, ziemlich grün und hat sehr schöne Augen. Hier das Bild von Ole:
frosch.jpg

Gestern als wir  – Michelle und ich – mit unseren Bücherbergen ins Theater am Neumarkt gekommen sind, hat uns ein besoffener (und dieser Ausdruck wird dieser Erscheinung noch nicht mal wirklich gerecht, er ist untertrieben) Theatermann in Empfang genommen. Er war so besoffen, dass er weder gerade laufen, noch sprechen konnte. Und mit dem Typ mussten wir auch noch Lift fahren. Wäk. Der hat gerochen wie ein Fass Gin.

Muss jetzt in den Laden. Ein Herr möchte mit mir reden… Was auch immer das sein kann. *seufz*

Grüsse euch herzlich,
Hasenherz