Leidenschaftlich neugierig

Meine nächste grosse Liebe, vielleicht?

Meine nächste grosse Liebe, vielleicht?

Ich bin ein sehr neugieriger Mensch. Sogar ausgesprochen neugierig. Wenn also jemand den Fehler macht und zu mir Dinge sagt wie: „Nein, ich sags nicht!“, kann es durchaus vorkommen, dass ich monatelang immer wieder frage: „Was hast Du damals, Du weisst schon, dort im Park, an diesem Sommerabend, wo wir danach noch dahin oder dorthin gegangen sind, nicht sagen wollen? Biiiiiitte! Sags mir!“ Meistens geben die Menschen dann irgendwann nach und meistens ist es nichts spannendes. Und mein monatelanges Nachfragen wirkt dann einigermassen lächerlich. Nun. Ich bin eben leidenschaftlich neugierig.

So geht es mir auch mit meinem Leben, gerade im Moment. Ich bin furchtbar, mörderisch neugierig, was meine Zukunft bringen wird. Ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, was alles noch passiert. Und da ich zu allem Elend auch noch zu den Menschen gehöre, die einen ausgeprägten Abenteuergeist besitzen, dazu auch noch recht mutig sind und schnell gelangweilt, passiert mir auch fast täglich was Lustiges, Seltsames oder zumindest doch Unterhaltendes. Gestern zum Beispiel auf dem Lindenhof, als die Hitze auch nachts um 3 noch die Arme hochkroch, direkt ins Hirn, wo Denken keine Möglichkeit mehr war, hab ich eine Wette mit Hubi abgeschlossen, die ich dann auch wirklich in die Tat umgesetzt hab (nun, zumindest teilweise). *ächz*

Worauf ich aber am gespanntesten bin, ist die Antwort auf die Frage: In wen werde ich mich als nächstes verlieben? Es ist ja so, dass ich mich sehr schnell verlieben und aber auch sehr schnell wieder entlieben kann. Jetzt, da ich gerade so überhaupt nicht verliebt bin, bin ich schon sehr neugierig, wer mich denn um den Finger wickeln kann.

Wir sind gespannt. Das Leben bleibt spannend.

Ganz Zürich? Nein!

Gerade eben haben wir die Kerzen auf dem Balkon gelöscht, die Weingläser in die Küche geräumt und sind alle drei in unsere Zimmer verschwunden. Ich wohne in einer grossartigen WG. Zusammen mit Izzie (aka Wiesel, aka Veverica) und Häschen und einem Volk Ameisen, das es sich bei uns auf dem Balkon gemütlich gemacht hat. Wir sind also an diesem beispielhaften Sommerabend draussen gesessen, haben (nachdem uns der gekühlte Weisswein ausgegangen ist – unser Kühlschrank kühlt einfach viel zu langsam – verdammt) ein zwielichtiges Getränk aus unserer unerschöpflichen Bar getrunken und sehr viel gelacht. Unten am See war Feuerwerk (ich dachte das Feuerwerk wäre erst morgen und übermorgen? Oder ist etwa schon Freitag und ich hab es nicht gemerkt? Sehr seltsam das alles…) und die Menschen, die unter unserem Balkon vorbeikamen, waren alle sehr betrunken, sehr laut und haben groteske Dinge gesagt – besser als Kino. Wir haben uns heute also aufs Züri-Fäscht vorbereitet – da, wo wir wohnen braucht es Vorbereitung – und irgendwie freue ich mich darauf, da ich das Züri-Fäscht auf dem Lindenhof verbringen werde. Auf dem Lindenhof ist das nämlich sozusagen so: „Ganz Gallien ist von den Römern besetzt… Ganz Gallien? Nein!“

Fleetenkieker & Smutjes Kaffeepott: Wir reisen Deutschland.

Heute morgen um exakt 9.17 Uhr bin ich aus dem Nachtzug – ankommend aus Berlin – gestiegen, hab meinen Rollkoffer hinter mir hergezogen und war glücklich. Das waren nun also fast zwei Wochen Ferien, angefangen mit dem Southside Festival wo ich viele nette magische Momente erlebt habe. Weiter gings dann über Eppertshausen, nähe Frankfurt (einen Abend und einen Tag unter einem Kirschbaum) nach Hamburg. Auf der Schanze erlebte ich, wie es so in Deutschland ist, wenn Deutschland ein Spiel gewinnt (sehr ausgelassen, sehr fröhlich) und schlief unter einer kuscheligen Blümchendecke. Die Schnauze voll von JubelTrubelHeiterkeit gings weiter nach Rügen. In einem kleinen Pferdehof (wir haben die zwei Pferde vor unserem Fenster Hanni & Nanni getauft) verbrachten wir wunderschöne 5 Tage mit viel Sonne, viel Wind, Wiesen, Wälder und ausgedehnten Radtouren über die Insel . Es war erholsam und heute, da ich wieder zu Hause bin, schaue ich in den Spiegel uns sehe mich seit Monaten das erste Mal ohne Augenringe. Wahnsinn.

Wie es immer ist, wenn die Tage lang und frei: Man hat Zeit für Lesestoff und diesmal handelte es sich hierrum:

  • David Nicholls: Zwei an einem Tag – Eine grossartige Liebesgeschichte. Aber Achtung! Kann ziemlich einfahren…
  • Roberto Bolano: Stern in der Ferne – Eine verworrene, magische, lustige, traurige, ernste, heitere, spannende und manchmal auch zähe Geschichte über einen dämonischen Luftpoeten. Lesenswert!
  • Patrick Süskind: Über Liebe und Tod – Ein unterhaltsames und gutes Essay über … Nun, der Titel sagt es ja bereits.
  • Sofja Tolstoja: Eine Frage der Schuld – Anlässlich der Kreutzersonate von Tolstoj verfasste seine Ehefrau eine Replik. Ein sehr guter, kleiner Roman.

Heute lernen wir vom & fürs Leben

Ich und mein mörderischer Kater sitzen im Büro und denken über die letzte Nacht nach. Begonnen hat alles sehr harmlos. Am Anfang war da die Idee mit den Arbeitskollegen nach dem Fussballmatch Schweiz – Spanien noch was trinken zu gehen. Weil sowieso nix mehr ging und man etwa 3 Stunden bis zum Bahnhof gebraucht hat. Wir haben uns also in die Fanmassen geworfen und so richtig mitgefeiert. Der Abend hat damit geendet, dass ich eine Frau küsste (ihr Freund war sehr fasziniert und hat ihr die Erlaubnis gegeben), Dani Felix einen Knutschfleck mitten auf den Hals machte, ich mit Sara darüber diskutierte, wer von unseren männlichen Kollegen am heissesten ist (zwei davon sassen gleich daneben), Felix Bruder mir seinen Ausweis zeigen musste, weil ich nicht geglaubt habe, dass er erst zwanzig ist und dass ich ziemlich übel hinfiel (oder besser: von Felix umgerissen wurde) und dabei mein Handybildschirm in die Brüche ging.

Davon, dass ich meinen Zug verpasst habe und ähnlichen Shizzle reden wir schon gar nicht.

Daraus lernen wir:

  1. Nicht mit Arbeitskollegen feiern (am nächsten Tag muss man sich dann Sprüche anhören – und zwar 10 Stunden lang).
  2. Nie auf leeren Magen trinken!
  3. Wenn man schon mit Arbeitskollegen feiert, ihnen frühzeitig und vorgängig beibringen, dass wenn man Dinge sagt wie: „Oh-O. Jetzt werde ich überstellig!“, man unverzüglich nach Hause geschickt werden soll.
  4. Sich in betrunkenem Zustand auf Distanz halten zu Hüpfenden und Gümpenden.
  5. Ehrlichkeit in allen Ehren: Manchmal aber ist Schweigen gold.
  6. Wissen, wann der letzte Zug fährt.

Und das Beste ist: Es geht weiter. Morgen früh fahre ich ans Southside und werde wohl kaum weniger trinken oder/und mehr schlafen. Klasse.

Drahtkatze

Ich liebe mein Fahrrad. Es macht mich ein klitzekleines Bisschen frei. Wenn ich also so durch die Stadt radle und die Luft auch noch nachts warm ist und die ganze Stadt plötzlich kleiner und alles näher ist, fühl ich mich befreiter, das Atmen fällt leichter. Mein Fahrrad ist blau und ich hab mit Klebebuchstaben „Drahtkatze“ draufgeschreibst. Drahtkatze und ich sind ein gutes Team. Wir mögen uns. Denn obwohl Drahtkatze ein stinknormales Velo ist, macht es so einiges mit. Kein Randstein zu hoch, kein Kopfsteinpflasterweglein zu steil, keine Baustelle zu eng.

Gestern auf dem Kies wurden Badana und ich als „Arterfritzen“ bezeichnet. Mit „Arterfritzen“ war gemeint, dass wir uns für Kunst und Literatur interessieren und auch ab und zu mal im Gespräch eine Verbindung zu einem Buch herstellen oder uns in langweiligen Stunden gegenseitig Gedichte beibringen. Mich hat diese Kategorisierung erstaunt, weil es in meiner Welt sehr normal ist, dass man seine „gelesene Erfahrung“ in ein Gespräch einbringt oder aber, dass man Sprache und Rhythmus liebt und gern mal den Inhalt der Form wegen verlässt.

Willst du immer weiterschweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
denn das Glück ist immer da.
(Goethe)

I really fucked it up this time

Diese Woche war eine zum aus dem Kalender streichen. So eine eine-Katastrophe-nach-der-anderen-Woche. Man denkt: Jetzt ist aber gut. Und schon tritt die nächste Katastrophe ein.

But it was not your fault but mine
And it was your heart on the line
I really fucked it up this time
Didn’t I, my dear?

Das einzig schöne an Katastrophen-Wochen ist, dass man merkt, wie viele Menschen man um sich hat, denen man nicht egal ist.
Hab in den vielen öden Wartezeiten zwei Bücher gelesen. „Vom Missgeschick der Tugend“ von Marquis de Sade und „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“ von Stephenie Meyer. Ersteres war flüssig zu lesen, interessant und dann doch ab und zu etwas verstörend. Zweiteres war gute Unterhaltung und perfekt für Wartezimmer.

Jetzt aber neigt sich diese Woche dem Ende zu und ich freu mich auf eine neue, frische, unverbrauchte.

Stolze & Berauschte

Dieses Wochenende verbrachte ich am Stolze Openair. Hach. Es war ein richtiges Sommerwochenende mit Musik, Wiese, Bier, buntem Treiben, Grasflecke auf Ellbogen und Knien, Menschen, die nach Erde rochen und vielen lustigen Gesprächen mit Betrunkenen. Am Samstagabend kam Kirschbub nach Zürich und gab sich als meinen kleinen Bruder aus. In einem Gespräch mit einem von den besagten Betrunkenen wurde Kirschbub auf glatte 19 Jahre geschätzt, was dann doch sehr lustig war.

Ausserdem hab ich einen Heiratsantrag angenommen, dann aber meine eigene Hochzeit verpasst (die Hochzeitsgesellschaft hat sich am Sonntag Morgen um 11 Uhr vor dem Fraumünster die Beine in den Bauch gestanden), meinen Ex mit einer attraktiven Dame verkuppelt, feststellen müssen, dass mein Humor nicht immer verstanden wird, einen Cervelat auf Peters Dachterrasse schwarz gegrillt und einmal mehr gelernt, dass Bier auf leeren Magen nicht gut kommt.

„Man muss immer trunken sein.
Das ist alles:
das einzige Geheimnis.
Um die schreckliche Last der Zeit nicht zu spüren,
die deine Schultern zerbricht
und dich zu Boden drückt,
musst du dich unendlich berauschen.
Doch womit?
An Wein, an Versen oder an Tugend,
wie du willst.
Aber berausche dich.
(Charles Baudelaire)

Drama, Baby, Drama!

Was für ein schöner Samstag! Soeben bin ich aufgestanden und bin mit Sonnenbrille und Kaffee auf dem Balkon gesessen und hab das TagiMagi gelesen. Die Kolumne von Michèle Roten hat mir gefallen. Darin schreibt sie, dass wir – von Liebesfilmen inspiriert – immer von der Realität enttäuscht sein werden, weil die Realität eben nie ein Liebesfilm ist, etc, etc. Ich habe mir nach der Lektüre überlegt, wie denn das bei mir so ist und musste feststellen, dass ich einen Hang zur dramatischen Inszeniereung der Realität habe. Meine Liebesgeschichten waren nie einfach. Sie waren sogar immer grossartig kompliziert, sie hatten fast schon Romeo-und-Julia-Charakter. Meine erste grosse Liebe, die notabene 6 Jahre dauerte, wurde heimlich gelebt, denn seine Familie (und hier sind wir wirklich bei „Romeo und Julia“ angelangt) war gegen diese Bindung. Dann haben wir noch der beste Freund meines Exfreundes, einen verheirateten Mann, 12 Jahre Altersunterschied (wobei in die unübliche Richtung: ich älter als er), grosse geografische Distanz, psychische Krankheiten und ähnliche „Rucksäckli“, mein Chef, er will gerade in den Krieg ziehen (ok, ich übertreibe: er will zum Roten Kreuz) und so weiter und so fort. Ich merke, ich könnte diese Liste noch ewig fortsetzen. Immerhin kann ich aus einem reichen Fundus an Erfahrung schöpfen, sollte ich mal eine Liebesgeschichte schreiben wollen, eine mit Trief-Charakter.

Der Grund, warum ich diesen Hang zur Dramatisierung der Realität habe, scheint auf der Hand zu liegen: Alles andere ist einfach langweilig. Und das Leben ist kurz – wo kämen wir hin, wenn wir nicht einbisschen Drama leben würden? (Gerade in der Liebe.) Eben.

Und täglich grüsst … der blanke Horror

Einmal mehr bin ich heute Morgen zur Arbeit gefahren. Der Weg von Zürich nach Winterthur ist eigentlich ein ganz angenehmer Weg, wenn man mal davon absieht, dass man auf dem Fussweg vom Bellevue zum Stadelhofen in die Gegenrichtung der Massen muss und fast jeden Tag von einer Meute griesgrämiger Morgenmenschen fast zertrampelt wird. Ansonsten sind die Züge (eben wegen dieser Gegenrichtung) nicht allzu voll und ich verbringe die täglich Bahnfahrt mit lesen. Alles gut und schön. Wenn da nicht die kurze Busfahrt in Winterthur wäre.

Erstens kommt der Bus immer zu spät. Und zweitens könnte man die Fahrt ohne zu Übertreiben als modernen Nahkampf beschreiben. Ich habe nämlich das Glück, dass an meiner Busstrecke 1. das Technikum liegt, 2. die Gewerbeschule, 3. die Drogenabgabestelle, 4. eine Primarschule, 5. eine Kinderkrippe und 6. das Hallenbad. Jeden Morgen also kämpfe ich mich mit gewaltigen Mengen an Menschen in einen Bus rein und nicht selten kommt es vor, dass ich keinen Platz mehr finde und auf den nächsten Bus warten muss.

Da haben wir die Studenten vom Tech, die irgendwie ungeduscht, mit hängenden Schultern und Tunnelblick genau eine Station fahren und mit riesigen Rucksäcken dann ein mords Chaos veranstalten, weil sie zuhinterst im Bus stehen und zuerst aussteigen müssen. Die Berufsschul-Schülerinnen (und die weibliche Form ist hier durchaus angebracht) formieren sich in Gruppen, riechen nach billigem Parfum, quietschen, schnattern, kichern und kennen keine Gnade. Die Drögeler verhalten sich meist ziemlich ruhig, stinken dafür aber zum Himmel. Oft haben sie Hunde dabei, die nicht weniger stinken. Und dann die Primarschulschüler die eben sind, wie Primarschulschüler sind: etwas desorientiert, laut, ausufernd. Die Mütter mit riesigen Kinderwagen und schreienden Kleinkindern sind da gerade noch harmlos. Und zu guter letzt noch die Klassen, die mit Sportbeutel bepackt ins Hallenbad pilgern oder aber die Rentner, die rüstig und mit stählernen Ellbogen ausgestattet ihrer tägliche Aquafit-Lektion entgegeneilen.

Ich komme also jeden Morgen wie durch die Mangel gedreht bei der Arbeit an und habe das dringende Bedürfnis mich zu waschen oder wahlweise zu kotzen. Jetzt aber hab ich mir ein Fahrrad organisiert und wann immer es das Wetter zulässt, fahre ich die Strecke mit dem Rad und danke Gott für diese grossartige Erfindung.

(Für sehr-sehr-sehr-schlecht-Wetter-Tage habe ich mir überlegt, ob ich mir so eine Paste zulegen soll, die man vielleicht in der Pathologie braucht und sich unter die Nase schmieren kann, wenn der Geruch allzu übel wird. Wär‘ übrigens für den Ausgang auch nicht schlecht, denn jetzt, wo die Clubs und Lokale rauchfrei sind, stinkt es da gewaltig und ist teilweise kaum aushaltbar.)

Manchmal träume ich schwer

Gestern hab ich einen guten Freund besucht, nennen wir ihn Gustavo. Gustavo ist Bildhauer und wohnt in einem Haus zwischen einer Schnellstrasse, einem Weizenfeld und einem Wald. Als ich da aus dem Auto gestiegen bin, fühlte ich mich in eine andere Welt versetzt. Da stehen Grabsteine gegen die Strasse hin und hinter dem Haus beginnt der Wald wo man Rehe sehen kann und der Fuchs täglich seine Runde dreht. Der Himmel ist weit und grau und der Wind zeichnet seltsame Formen ins Weizenfeld. In der Dämmerung hab ich mir die Steine angesehen und sie ehrfürchtig mit den Fingern berührt. Sie waren kalt und rochen nach Unendlichkeit.

Wir haben Wein getrunken und geraucht und wie stumme Zeugen erhoben sich Zypressen vor dem Fenster. Wenn ich gekonnt hätte, ich wäre dort geblieben – für immer. Ich hätte vorbeifahrende Lastwagen gezählt, mir Namen für die Wildtiere ausgedacht, ich hätt auf dem Dachboden gesessen und das Licht betrachtet, ich hätte mich neben die Steine gesetzt und eine Zigarette geraucht, ich hätte die Adern im Marmor mit den Adern meines Handrückens verglichen.
Ich konnte aber nicht bleiben. So wie ich noch nie bleiben konnte.

Manchmal träume ich schwer,
und dann denk‘ ich, es wär‘
Zeit zu bleiben und nun ganz was andres zu tun.
So vergeht Jahr um Jahr und es ist mir längst klar,
dass nichts bleibt, dass nichts bleibt wie es war.

Dass man mich kaum vermisst, schon nach Tagen vergisst,
wenn ich längst wieder anderswo bin,
stört und kümmert mich nicht. Vielleicht bleibt mein Gesicht
doch dem ein‘ oder andren im Sinn

Fragt mich einer, warum ich so bin, bleib‘ ich stumm,
denn die Antwort darauf fällt mir schwer.
Denn was neu ist wird alt und was gestern noch galt,
stimmt schon heut‘ oder morgen nicht mehr.

(Hannes Wader – „Heute hier morgen dort“)