Entfesseltes Genie

Bin über Mittag mit Vanalia in der Sonne gesessen. Wir haben über Unabhängigkeit nachgedacht. Dass Unabhängigkeit nur zu geniessen ist, wenn man etwas oder jemanden hat wovon man unabhängig sein kann. Und dieses Etwas oder dieser Jemand sollte in der Nähe sein, denn wir geniessen unsere Unabhängigkeit vom Staat (wenn wir es denn sind) wohl kaum bewusst.

Habe ein cooles Buch entdeckt, dass ich mir kaufen & lesen werde (Überwindung der Leseblockade sei dank). Schaut doch mal:
http://www.marebuch.de/
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Und hier der Werbetext des Verlags:
Marlon Brandos einziger Roman!
Madame Lai ist die ungefilterte Essenz von Marlon Brandos Träumen, Phantasien und Obsessionen – das Vermächtnis eines entfesselten Genies, in dem in einem Sturm aus Sex und Verbrechen zwei Giganten aufeinanderprallen.

Klingt gut, oder?
HerzHerz,
Hasenherz

Bald Frühling, Ferien & Sommersprossen!

Nach meinem autistischen Wochenende befinde ich mich nun wieder unter den Lebenden. Die Sonne scheint, die Gesichter tanzen, die Haut riecht nach Sommer. Endlich Frühling!

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(Bild von Edward Gorey)

Genau in einem Monat und einem Tag fahre ich mit Vanalia in die Ferien! Und ich freue mich unheimlich fest! Juhuiii!
Ferien: Die Belohnung für getane Arbeit, Ausnahmezustand, Lebensglück, Tage des Nichts und des Alles.

Habe übers Wochenende ein Jugendbuch gelesen: „Schattenliebe“
http://www.buch.ch/shop/home/typhoonartikel/ID14294667.html;jsessionid=fdc-fewlwjx9yy2.fdc11
Hat mir sehr gut gefallen. Somit habe ich offiziell meine Leseblockade überwunden.

Guten Start in die Frühlingswoche!
Hasenherz

PS: Meister Proper heisst in Spanien übrigens Don Limpio.

einatmen, ausatmen, einatmen…

Sonntag. Uff. Gestern war ich in Basel bei meinen Grosseltern. Ach, das war schön und schlimm und alles was dazugehört. Heute begleiten mich Kopfschmerzen und das seltsame Gefühl, dass Allein-Sein ein Geschenk ist und die Trauer von gestern hat sich in eine Art Knoten in meinem Nacken verwandelt, der schmerzt und pulsiert.

Derweil vergnügt sich Wurmbrand in Amsterdam und Timo arbeitet. Timos Psycho-Katzen begleiten jeden Schritt, den ich in der Wohnung tue in der Hoffnung es gäbe etwas zu essen. Es gibt aber nichts zu essen. Und ich denke nicht nach und ich bewege mich in einer Art Traum und ich versuche zu lesen, zu leben und alles was mir gelingt, ist, dass meine Atem regelmässig geht und das ist doch auch schon was.

Immer weiter atmen, Leute! Nur nicht aufhören…
Hasenherz

Biene Maja

Gestern hatten wir hier in der Buchhandlung „Nacht der Frau“. Diese „Nacht der Frau“ dauerte bis um Mitternacht und war mal wieder ganz schön anstrengend. Heute bin ich müde und es fühlt sich himbeerfarben an, das Leben. Singe das „Biene Maja“-Lied und Stephan – mein Bürogschpändli – ist schon ganz fusselig. Er bittet und jault und fleht, doch ich höre nicht auf zu singen. Ja, ja, so ist das also. Ich singe mich ins Wochenende rein.

Trallallaschallallalah!
Hasenherz

Aus der Nähe betrachtet

Aus der Nähe betrachtet sieht alles etwas anders aus. Zum Beispiel meine Nase. Man sieht alle Poren und seltsam rosa Haut. Meine Nase ist also eher widerlich aus der Nähe betrachtet. Und geht es uns manchmal nicht auch mit Menschen so? Aus der Nähe betrachtet sind sie unzuverlässig, aufsässig, anstrengend & hässlich. Aus der Nähe sehen wir all ihr negativen Seiten, sehen sie wie durch ein Vergrösserungsglas und ihre Gesichter knallen in unser Gesicht. Dann müssen wir Energie aufwenden und auf Distanz gehen, um wieder den schönen, liebenswerten, herrlichen Menschen zu sehen. Mit grosser Nähe müssen wir unweigerlich auch grosse Toleranz beweisen, Toleranz und Demut. Und wir sind froh, denn auch wir sind aus der Nähe betrachtet hässlich (mal ganz abgesehen von der Nase) und aufsässig.
Aus der Naehe
Winkend aus der Ferne – ganz nah,
Hasenherz

Zweites Leben in Second Life

War etwas schreibfaul übers Wochenende. Jetzt, da ich ja völlig zur Web 2.0 Userin mutiert bin, habe ich natürlich auch ein zweites Leben in Second Life. Dort heisse ich Lilla Lilliehook und bin schon viel gereist. Spätestens nach zwei Tagen ausprobieren wird es aber ziemlich langweilig im zweiten Leben und es gibt keine Gründe das Leben dort weiterzuleben. Das Ding wird echt überschätzt. Tja. Vielleicht wird es irgendwann ja mal noch besser.

Gelesen hab ich nichts. Irgendwie habe ich eine Leseblockade. Kennt ihr das? Nicht mal den Schnulzroman von Vanalia hab ich gelesen. Da kann man nur hoffen, dass es aufhört zu regnen und die Geschichten wieder über mich kommen.

Bild von Edward Gorey

Schönen Regentag wünsch ich euch!
Hasenherz

Happy Birthday, Alea!

Gestern hatte Alea Geburtstag (mein Göttikind). Sie ist 2 geworden und es war schön sie mal wieder zu sehen. Musste mir ein „Wow! Bist Du gross geworden!“ verkneifen. Obwohl sie wirklich gross geworden ist. Als ich sie so betrachtete, kam mir in den Sinn wie das damals war vor zwei Jahren, als ich bei ihrer Geburt dabeigewesen bin und wie müde und verwirrt und seltsam ich mich damals gefühlt habe. Und da wurde mir die Verrücktheit des Lebens mal wieder in allen seinen kuriosen Formen bewusst und wie normal das doch alles ist. Am 1. März vor zwei Jahren hat noch Schnee gelegen und es war sehr kalt. Der Taxifahrer hat gemeint, dass es nun wohl ein Märzkind wird, als ich um zwei Uhr nachts zu Carmen fuhr. Und es wurde ein Märzkind und dazu ein noch wirklich sehr herziges.

Geniesst das Wochenende!
Hasenherz

Mein Freund – das andere Ich

Bei www.last.fm – meinem Lieblingsmusiktool – habe ich nun einen neuen Freund. Er heisst blindmaniac und hat den selben Musikgeschmack (ähnlich chaotisch wie meiner). Das ist der Stoff woraus last.fm-Freundschaften sind. Auf jeden Fall hab ich mir da Gedanken zu Freundschaft gemacht. Ist es nicht seltsam Freunde zu haben? Was genau ist Freundschaft? Woraus besteht sie? Cicero sagt: „Ein Freund ist gleichsam ein anderes Ich.“ Und wer lebte nicht gern mehr als ein Leben und besässe nicht gern mehr als ein Ich? Oder zumindest ein Abbild von einem anderen Leben oder anderen Ich. Ist es nicht so, dass wir am Leben unserer Freunde in irgend einer Weise teilhaben und sie an unseren Leben teilhaben lassen? Ist ein wahrer Freund einer, der uns viel mehr unsere eigenen Fehler verrät, als dass er uns seine Fehler verraten würde?
Doch lassen wir andere sprechen:
„Freunde sind Gottes Entschuldigung für Verwandte.“ (Irisches Sprichwort)
„Freundschaft, das ist wie Heimat.“ (Kurt Tucholsky)

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Grüsse euch, liebe Freunde!
Hasenherz

Reality-Show

Eure Kommentare finde ich übrigens toll. Das freut mich ungemein, dass ihr hier was hustet. Denn: „Schweigen ist ein köstlicher Genuss, aber um ihn ganz auszuschöpfen, muss man einen Gefährten haben. Allein ist man nur stumm.“ (Karl Heinrich Waggerl) Dank euren Kommentaren fühle ich mich hier nicht einsam, auch wenn ihr mal schweigt.

Zu was anderem: Das neue Buch von Amélie Nothomb ist erschienen. Ich liebe die Bücher von Amélie Nothomb. Ihr Neustes heisst „Reality-Show“ und darin wird der Big-Brother-Gedanke zu Ende gedacht. Es werden völlig willkürlich ein paar Menschen in ein Lager verfrachtet (ähnlich einem KZ) und gefilmt. Die Fernsehzuschauer können darüber abstimmen wer abgewählt wird. Die abgewählte Person wird hingerichtet. Ich mag den Ton von Nothomb. Auch diese bedrückende Geschichte beschreibt sie mit einer Leichtigkeit, Schärfe und Klarheit, dass es einen Schaudern macht. Grossartig. Unbedingt lesen!
http://www.buch.ch/shop/bch_start_startseite/schnellsuche/any/?fq=3-257-06577-9&fc=ANY

Herzlich,
Hasenherz

Ole der Frosch

Da ich heute alleine im Büro bin, habe ich mir etwas Gesellschaft gesucht und auch welche gefunden. Er heisst Ole, ist etwa ein Meter gross, ziemlich grün und hat sehr schöne Augen. Hier das Bild von Ole:
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Gestern als wir  – Michelle und ich – mit unseren Bücherbergen ins Theater am Neumarkt gekommen sind, hat uns ein besoffener (und dieser Ausdruck wird dieser Erscheinung noch nicht mal wirklich gerecht, er ist untertrieben) Theatermann in Empfang genommen. Er war so besoffen, dass er weder gerade laufen, noch sprechen konnte. Und mit dem Typ mussten wir auch noch Lift fahren. Wäk. Der hat gerochen wie ein Fass Gin.

Muss jetzt in den Laden. Ein Herr möchte mit mir reden… Was auch immer das sein kann. *seufz*

Grüsse euch herzlich,
Hasenherz